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Pressemeldung von: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Kultusminister Spaenle: "Ich setze auf individuelle Förderung der Schüler statt Einheitsschule"

Eine "Schule der besonderen Art" in Denkendorf wird ein Luftschloss bleiben

München, 26.05.2010

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle setzt auf die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Deshalb lehnt er die Pläne der Bayern SPD, eine Gemeinschaftsschule für alle Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 10. Jahrgangsstufe einzuführen, grundsätzlich ab. Dies hat Dr. Spaenle angesichts der heute von dem SPD-Abgeordneten Martin Güll vorgestellten Überlegungen zu einer Gemeinschaftsschule, hier am Beispiel einer "Schule der besonderen Art" für die Gemeinde Denkendorf, nochmals untermauert. Die von Martin Güll vorgesehene "Schule der besonderen Art" in dem Landkreis Eichstätt werde sich als "Luftschloss" erweisen, so Minister Spaenle. Der Landtag habe beschlossen, dass es keine neue Schule der besonderen Art mehr geben soll.

  1. "Die SPD will mit ihren Plänen der sog. Gemeinschaftsschule, also einer Einheitsschule, der guten Förderung von Schülerinnen und Schülern durch Gymnasium, Realschule und Hauptschule das Ende bereiten". Ein solches Vorgehen lehnt Dr. Spaenle ab: "Das differenzierte Schulwesen in Bayern ermöglicht eine sehr gute Förderung der Kinder und Jugendlichen mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen", so der Minister.

  2. "Wir setzen in Bayern auch künftig auf individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler und nicht auf eine Einheitsschule, die von der SPD Gemeinschaftsschule genannt wird." Unser differenziertes Schulwesen mit der Grundschule, Haupt- und Realschule sowie Gymnasium als Kernschularten entwickeln wir nach den Grundsätzen Qualität und Gerechtigkeit fort. So können wir die Schülerinnen und Schüler mit ihren Begabungen sehr gut fördern."
    -/ Die Grundschule z.B. will Minister Spaenle kindgerecht weiterentwickeln und es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, die grundsätzlich auf vier Jahre angesetzte Grundschulzeit je nach der eigenen Entwicklung auch in drei oder in fünf Jahren zu durchlaufen. Der Modellversuch startet im kommenden Schuljahr an 20 Standorten.
    -/ Die Hauptschule entwickelt Minister Spaenle zur Mittelschule weiter und stärkt dort die Berufsorientierung.
    -/ Die einzelnen Gymnasien werden in der Profilbildung unterstützt. Durch Maßnahmen einer intensivierten individuellen Förderung wie den konsequenten Ausbau der Ganztagsschule und mehr Förderangebote in allen Schularten will Minister Spaenle die Begabungen der einzelnen Schüler entdecken und fördern helfen. Dabei gehe es auch darum, die Bildungschancen von Kindern aus "bildungsfernen Familien" weiter zu erhöhen.

  3. Durch die standortbezogene Strategie der Dialogforen sichert das bayerische Schulwesen ein abgestuftes solides wohnortnahes Schulangebot, das qualitativ wertvolle Bildungsangebote unmittelbar vor Ort in rund 2400 Grund- und 1000 Hauptschulstandorten anbiete und diese um darüber hinaus reichende Real- und Wirtschaftsschule sowie Gymnasien in gut erreichbarer Nähe erweitere. Der Aufbau von Schulverbünden, wie er durch das Mittelschulkonzept ermöglicht wird, sichere auch in einer Zeit des Geburtenrückgangs wohnortnahe Bildungsangebote. Bei dem Aufbau, der in vielen Landkreisen und kreisfreien Städten bereits mit konkreten Vereinbarungen vorbereitet wird, werden die Verantwortungsträger und die Schulfamilien einbezogen.

Die SPD-Pläne können nur mit einem qualitativ höchst eingeschränkten Bildungsangebot, quasi Schulbildung light, vor Ort verwirklicht werden. Wie soll eine Gemeinschaftsschule vor Ort, Herr Güll geht von insgesamt etwa 400 Schülern in den Jahrgangsstufen 5 bis 10 in Denkendorf aus, das breite Spektrum des differenzierten Schulwesens vor Ort sichern?", verwies Spaenle auf die Illusion der SPD.


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