3500 Lehrerinnen und Lehrer streiken in Schleswig-Holstein
Mehr zu: Schleswig-Holstein, Tarifvertrag, SchuleRund 3500 Lehrerinnen und Lehrer legten am Donnerstag, den 3. Juni 2010, nach der dritten Stunde die Arbeit nieder. Sie folgten damit einem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Auf Streikkundgebungen in 20 Orten im Land richteten Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter scharfe Angriffe gegen die Politik der schwarz-gelben Landesregierung. Die größten Kundgebungen fanden in Kiel, Norderstedt und Elmshorn statt. Der Streik richtet sich gegen Arbeitszeitverlängerung, zu hohe Arbeitsbelastungen, Stellenstreichungen und das Sparpaket der Landesregierung. Bei den angestellten Lehrkräften geht es auch um die Eingruppierung.
Hoch erfreut zeigte sich der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn von der großen Beteiligung: "Die große Streikbereitschaft der Lehrerinnen und Lehrer ist ein Misstrauensvotum erster Güte für Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug. Sie sollten dieses Zeichen ernst nehmen und die Politik von Arbeitszeitverlängerung und Bildungsabbau beenden." Für den Fall, dass das nicht geschehe, kündigte Heidn weitere Proteste an.
In vielen Orten schlossen sich Eltern und Schüler dem Protest an, so dass insgesamt knapp 7000 Menschen gegen Bildungsabbau in Schleswig-Holstein protestierten. Das ist für den GEW-Landesvorsitzenden ein ganz klares Indiz dafür, dass die schwarz-gelbe Bildungspolitik gescheitert ist.
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