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Bildungsverband

Presseerklärung zum Bildungsgipfel am 10. Juni 2010

Mehr zu: Bildungsgipfel, Fachkräftebedarf, Hamburg, Weiterbildung, Berufliche Bildung, Weiterbildung
Hamburg, 09.06.2010 -

Der bevorstehende Bildungsgipfel der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten am 10. Juni ist überschattet von Plänen für Ausgabenkürzungen, die inzwischen auch drohen, vor den Schulen, Hochschulen sowie der Weiterbildung nicht halt zu machen.

Aus diesem Anlass erklärt der Bildungsverband: Wir begrüßen den Bildungsgipfel, da er Ausdruck der hohen Bedeutung der Bildung für die Zukunft unseres Landes ist, die heute - im Gegensatz zu früheren Jahren - von bei-nahe niemandem mehr bezweifelt wird. Diesen Bedeutungszuwachs unterstreicht auch die Tatsache, dass die zahlreichen Sparvorschläge vielfach den Bildungsbereich aus-drücklich ausnehmen wollen.

In Erwartung der jetzigen Spardiskussion hatte der Bildungsverband bereits vor Mona-ten dazu aufgefordert, alle Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung unter einen Bil-dungsvorbehalt zu stellen. Dabei weisen wir mit Nachdruck darauf hin, dass zur Bildung eben auch die berufliche Bildung und die Weiterbildung zählen. Nur wenn wir durch noch größere Anstrengungen verhindern, dass jährlich zigtausende junger Menschen ohne Ausbildung bleiben, nur wenn wir auch die hohe Zahl von Langzeitarbeitslosen ins Erwerbsleben integrieren und den Beschäftigten die Türen für Weiterbildung öffnen, werden wir die Herausforderungen, vor die u. a. der demographische Wandel unsere Gesellschaft stellt, beherrschen und den sich in manchen Feldern schon abzeichnenden Fachkräftemangel beseitigen können. Keinesfalls darf das erklärte Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2015 zehn Prozent des Bruttoinlandproduktes in Bildung und Forschung zu investieren, aufgeweicht wer-den. Bei Investitionen in Bildung handelt es sich nicht um Luxusprojekte sondern um dringend notwendige Investitionen in die Zukunft der Menschen und unseres Landes, die nicht zulassen, auf unbestimmte Zeit verschoben zu werden.

Aus Anlass dieses Gipfels stellt der Bildungsverband nochmals klar: Der Wille, den Bil-dungsbereich von Sparplänen auszunehmen, ist gut und richtig. Diese Erkenntnis muss sich auch auf die beispielsweise von der BA für berufliche Bildung und Weiterbildung bereitgestellten Mittel auswirken. Auch hier darf nicht gekürzt werden.

Die Defizite der Bundesrepublik Deutschland bei der Bildung, insbesondere der berufli-chen Qualifizierung, sind hinlänglich bekannt, u.a. aus zahlreichen einschlägigen OECD-Berichten. Deshalb darf auch im Hinblick auf kommende Generationen dieses Zukunftsthema keinesfalls in Frage gestellt oder auch nur in seiner Wertigkeit reduziert werden.

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