Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 18:25
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau
Bildungsgipfel

"Sonst ist die Bildungsrepublik bankrott"

Mehr zu: Bildungsausgaben, Bildungsgipfel, Sonderthemen
Darmstadt, 14.06.2010 -

Didacta-Präsident Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis nimmt Stellung zum dritten Bildungsgipfel von Kanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Bundesländer am 10. Juni 2010 in Berlin:

"Der sogenannte Bildungsgipfel am 10. Juni hat einmal mehr gezeigt, dass Bund und Länder in Fragen der Bildungsfinanzierung nicht gewillt sind, sich ihrer gemeinsamen Verantwortung zu stellen. Eine notwendige nationale Strategie, die auch eine Aufhebung des Kooperationsverbots vorsehen sollte, ist nicht in Sicht - auf Kosten der besten Bildung für unsere Kinder.

Dabei honorieren wir die Absicht von Kanzlerin Angela Merkel, am 10-Prozent-Ziel bis 2015 festzuhalten und die Länder mit Sonderprogrammen für die Bildung zu unterstützen. Denn gerade der Bund hat die Pflicht, soziale Ungerechtigkeiten auszugleichen, die unserem Bildungssystem immanent zugrunde liegen. Doch scheitert dies an der Abwehrhaltung der Länder, die zwar auf ihre Bildungshoheit pochen, die aber trotz aller Beteuerungen nicht in der Lage sind, die nötigen Mittel alleine aufzubringen.

So wollen beispielsweise manche Bundesländer bereits im nächsten Jahr bei Schulen und Hochschulen Millionen Euro einsparen. Das Ziel, ab 2013 für 35 Prozent der unter Dreijährigen einen Krippenplatz zu Verfügung zu stellen, wird nach aktuellen Berechnungen des Bildungsforschers Klaus Klemm scheitern. Vor allem im alten Bundesgebiet stockt der Ausbau. Zudem fehlt es an konkreten Planungen, wie der Mehrbedarf an Erzieherinnen gedeckt werden soll und wie ihnen die erforderlichen Qualifikationen vermittelt werden können. Auch die Erreichung des Ziels, die Quote der Schulabbrecher zu halbieren, ist laut Klemm "nicht einmal in Ansätzen erkennbar".

Bund, Länder und auch die Kommunen müssen ihren Streit in Steuerfragen schnellstmöglich beilegen und eine tragfähige Finanzierungsgrundlage für unser Bildungssystem schaffen. Sonst ist die Bildungsrepublik Deutschland bankrott bevor sie jemals wirklich zu existieren begann."

Pressekontakt zu dieser Meldung

Pressekontakt

Didacta Verband e.V.
Thorsten Timmerarens
Rheinstraße 94
64295 Darmstadt
Tel.: +49 (0)6151 31 91-42
Fax: +49 (0)6151 31 91-44
E-Mail:
www.didacta-verband.de

Weitere Meldungen von Didacta Verband e.V. / Verband der Bildungswirtschaft

Didacta Verband lädt ein zur Teilnahme an der GESS 2012

Didacta Verband lädt ein zur Teilnahme an der GESS 2012 Darmstadt, 25.10.2011. Die Gulf Educational Supplies & Solutions 2012 findet vom 28. Februar bis 01. März 2012 im Dubai World Trade Centre in Dubai statt. Die deutsche Bildungswirtschaft wird auf Initiative des Didacta Verbandes bereits zum fünften Mal mit einem offiziellen Gemeinschaftsstand auf der GESS vertreten ...

Drei Jahre Bildungsgipfel: Die Zwischenbilanz ist alarmierend

Drei Jahre Bildungsgipfel: Die Zwischenbilanz ist alarmierend Darmstadt, 24.10.2011. Für Kleinkinder fehlen mehr als 200 000 Betreuungsplätze, die Schulabbrecherquote und die Chancenungleichheit im Bildungssystem bleiben hoch und das selbstgesteckte Ziel, mehr in Bildung zu investieren, liegt in weiter Ferne - die Zwischenbilanz des Bildungsforschers Klaus Klemm drei Jahre nach ...

Keine Bildungsrepublik ohne Investitionen

Keine Bildungsrepublik ohne Investitionen Darmstadt, 15.09.2011. Prof. Dr. Wassilios E. Fthenakis, Präsident des Didacta Verbandes, zum OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2011": Investitionen in Bildung lohnen sich – für den Einzelnen wie für die Gesellschaft insgesamt. Das belegt die neue OECD-Studie "Bildung auf einen Blick". Dabei gilt: Je höher der ...
» zum Profil Didacta Verband e.V. / Verband der Bildungswirtschaft
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung