GEW Mecklenburg-Vorpommern
M-V kann mehr - Mit Mittelmaß nicht zufrieden geben
Mehr zu: Bildungsgerechtigkeit, Bildungsstandards, Deutsch, Fremdsprachen, Lesekompetenz, Mecklenburg-Vorpommern, Statistik, SchuleDie heutige Veröffentlichung des Länderschulleistungsvergleich kommentiert die Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW M-V, Annett Lindner: "Wieder einmal belegen unsere Schülerinnen und Schüler lediglich einen mittleren Platz. Wir sind überzeugt: M-V kann mehr. Voraussetzung dafür sind aus unserer Sicht jedoch endlich eine kontinuierliche und verlässliche Bildungspolitik auch über den Verlauf einer Legislaturperiode hinaus sowie zusätzliche Investitionen in die Bildung."
Offensichtlich habe man aus PISA 2000 nicht die richtigen Konsequenzen gezogen, so Annett Lindner weiter: "Wir belasten die Lehrer und Schüler mit Tests, schreiben eine Vergleichsarbeit nach der anderen, statt in individuelle Förderung der Schüler und Qualifizierung der Pädagogen zu investieren." Dass der Erfolg bayerischer Schülerinnen und Schüler auf der dortigen Dreigliedrigkeit des Schulsystems beruhe, bestreitet Annett Lindner:
"Im internationalen Schulvergleich belegen die skandinavischen Länder regelmäßig Spitzenplätze. Dort hat man das, was wir für uns fordern - eine Schule für alle. Mit Angeboten für schwächere, wie für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler." Aus Sicht der GEW sei der Erfolg Bayerns vielmehr ein Zeichen dafür, wie sehr Bildung in Deutschland vom Geldbeutel abhänge. Es sei bezeichnend, dass die Länder, die finanziell gut dastehen und eine geringe Arbeitslosenquote sowie ein hohes Durchschnittsgehalt haben, bessere Leistungen bringen.
Als besorgniserregend betrachtet die GEW M-V auch die Entwicklung der Lesekompetenz. "Von den viel beschworenen Programmen scheint bei den Kolleginnen und Kollegen in M-V nur wenig anzukommen. Eine Mitgliederbefragung der GEW hat ergeben, dass in unserem Bundesland über 60 Prozent der Kolleginnen und Kollegen KEIN vom Kultusministerium empfohlenes Leseförderprogramm kennen." Hier müsse eindeutig mehr getan werden. Das erwarte sie auch von einem Bildungsgipfel. Es nutze nichts sich per Lippenbekenntnis zur Bildung zu bekennen, um sich Letztlich bei der Finanzierung nicht einig zu werden.
Für Rückfragen steht Ihnen gerne Annett Lindner unter Telefon: 0160-97951268 zur Verfügung.
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