Kfz-Servicemechaniker - Erfolgsmodell für Hauptschüler wird fortgesetzt
Mehr zu: Ausbildungspakt, Duale Ausbildung, Schleswig-Holstein, Berufliche BildungDer vor sechs Jahren probeweise eingeführte Ausbildungsberuf zum so genannten Kfz-Servicemechaniker wird fortgesetzt. Darauf haben sich heute (30. Juni 2010) das Land, der Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Schleswig-Holstein e.V., die Handwerkskammer Schleswig-Holstein und der Landesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks Schleswig-Holstein verständigt.
Wie Wirtschaftsminister Jost de Jager sagte, habe der bisherige Erfolg des zweijährigen Ausbildungsgangs sein Ministerium dazu bewogen, die Fortsetzung der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker erneut mit maximal 3.000 Euro pro Ausbildungsplatz zu fördern. Das Land fördert den Aufstieg bei bis 2013 beginnenden Ausbildungsjahrgängen, sofern er in einem anderen Betrieb absolviert wird. Das Geld stammt aus Mitteln des Landeshaushalts. Seit der Einführung im Jahr 2004 wurden in Schleswig-Holstein insgesamt 597 Hauptschüler zum Kfz-Servicemechaniker ausgebildet, 86 davon haben sich erfolgreich zum Mechatroniker weiterqualifiziert, darunter 17 Frauen.
Nach Auskunft der Handwerkskammern waren allein im vergangenen Jahr in Schleswig- Holstein 109 neue Ausbildungsverträge zu verzeichnen. "Diese Zahlen und die fast 90-prozentige Erfolgsquote bei den Abschlussprüfungen belegen ganz klar, dass der zweijährige Ausbildungsberuf ein gefragtes Erfolgsmodell ist", so de Jager. Durch den neuen Berufsweg hätten insbesondere Hauptschüler weiter eine gute Chance im Kfz-Handwerk. Horst Kruse, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein betonte, dass die Landesförderung ein wichtiger Beitrag für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses in den Betrieben sei, da sie auch "Spätzündern" den Durchstieg zur Vollausbildung ermögliche.
Georg Petersen, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses im Kfz-Verband Schleswig- Holstein, weist darauf hin, dass mit diesem Beruf auch neue Ausbildungsbetriebe gewonnen werden konnten: "Unternehmen, die sich bisher gescheut haben, eine Ausbildungsverpflichtung über dreieinhalb Jahre einzugehen, bilden nun den zweijährigen Lehrberuf aus."
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