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Statistik

Frauenanteil in Professorenschaft steigt weiter auf über 18%

Mehr zu: Bildungschancen, Gleichstellung, Statistik, Hochschule
Wiesbaden, 06.07.2010 -

Ende 2009 lehrten und forschten nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 39 800 Professoren und Professorinnen an deutschen Hochschulen, das waren rund 1 200 mehr als im Vorjahr.

Die Gesamtzahl der Professoren und Professorinnen ist in den letzten zehn Jahren nur leicht (um 5%) gestiegen. Im selben Zeitraum erhöhte sich jedoch der Frauenanteil innerhalb der Professorenschaft stetig: Er nahm zwischen 1999 und 2009 von knapp 10% auf über 18% zu. Die Zahl der Professorinnen hat sich in diesem Zeitraum fast verdoppelt und erreichte 2009 mit rund 7 300 einen neuen Höchststand.

Während in der Fächergruppe Sprach- und Kulturwissenschaften (32%) etwa jeder dritte Lehrstuhl und in der Fächergruppe Kunst, Kunstwissenschaft (28%) mehr als jeder vierte Lehrstuhl mit einer Frau besetzt war, lag der Anteil der Professorinnen in allen anderen Fächergruppen bei höchstens 21%. Am deutlichsten unterrepräsentiert waren Professorinnen in den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften (9%) sowie Mathematik, Naturwissenschaften (12%), wobei auch in diesen Fächergruppen ihr Anteil im Vergleich zu 1999 um vier beziehungsweise sieben Prozentpunkte gestiegen ist.

Insgesamt waren Ende 2009 an deutschen Hochschulen und Hochschulkliniken 564 700 Personen tätig. Das waren 27 400 beziehungsweise 5% mehr als Ende 2008. Während die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in nichtwissenschaftlichen Bereichen, wie Verwaltung, Bibliothek, technischer Dienst und Pflegedienst um 3% auf 269 400 gestiegen ist, war beim wissenschaftlichen und künstlerischen Personal ein Anstieg um 7% zu verzeichnen.

Detaillierte Ergebnisse bietet die Arbeitsunterlage "Personal an Hochschulen, vorläufiges Ergebnis 2009", die im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen kostenlos abrufbar ist.

Eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

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