Bundesministerium für Bildung und Forschung
Statistik belegt: BAFöG-Novelle von 2008 voller Erfolg
Schavan: "Jetzt muss die aktuelle BAFöG-Erhöhung schnellstmöglich in Kraft treten. Dafür brauche ich unbedingt die Mehrheit der Länder."
Mehr zu: BAföG, Föderalismus, Mobilität, Schavan, Statistik, HochschuleDie am Mittwoch vom Statistischen Bundesamt vorgelegte Statistik 2009 zeigt: Die Erwartungen an die große BAföG-Novelle von 2008 haben sich erfüllt. "Wir haben jetzt schwarz auf weiß die Zahlen, die belegen, dass wir die Unterstützung von Studenten und Schülern spürbar verbessert haben", bilanzierte Bundesbildungsministerin Annette Schavan.
So ist die Zahl der Geförderten deutlich gestiegen: seit der Novelle 2007 um 67.000, alleine von 2008 auf 2009 um über 50.000. Vor allem unter den Studenten nahm die Gruppe der BAföG-Empfänger stark zu: Um acht Prozent seit 2007, bei den Schülern waren es 3,5 Prozent. Gleichzeitig stiegen die durchschnittlichen Förderbeiträge um neun Prozent von 398 auf 434 Euro monatlich. Geradezu sprunghaft schnellte der Anteil der Migrantenkinder unter den BAföG-Empfängern in die Höhe: Er legte seit 2007 um 28 Prozent zu und lag 2009 bei 54.000 von deutschlandweit 873.000 Personen. Noch signifikanter ist der Zuwachs an internationaler Mobilität bei den BAföG-Geförderten. Die Zahl der Studien- und Bildungsaufenthalte in anderen EU-Staaten stieg dank der erheblichen Verbesserung der Auslandsförderung seit 2007 um 65 Prozent. 2009 nutzten 26.216 Studenten diese Möglichkeit.
Zugleich machte Schavan deutlich, dass bei aller Freude über das Erreichte keinesfalls die Hände in den Schoß gelegt werden dürften. "Gerade weil wir jetzt belegen können, wie gut unsere letzte Novelle gegriffen hat, müssen wir jetzt Verlässlichkeit beweisen und auch das nächste Gesetz schnellstmöglich in Kraft setzen", mahnte die Ministerin mit Blick auf die Länder. Dann hätten weitere 50.000 bis 60.000 Schüler und Studenten Anspruch auf staatliche Förderung. Die Länder hatten der geplanten BAFöG-Erhöhung vergangene Woche im Bundesrat nicht zugestimmt und den Vermittlungsausschuss angerufen. Schavan betonte, dass das soeben von der Regierung verabschiedete Stipendienprogramm für besonders Begabte nur eine Seite der Medaille sei. Die Erhöhung des BAföG bleibe als andere Seite aber ebenso unverzichtbar. "Ich bin auf Seite der Studierenden. Ich kämpfe für sie - aber dafür brauche ich unbedingt die Mehrheit der Länder."
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