Ministerium für Bildung und Kultur Schleswig-Holstein
Bildungsminister Dr. Klug: "Unser Weg ist richtig"
Mehr zu: Grundschule, Hamburg, Primarschule, Schleswig-Holstein, Schulentwicklung, Schulstruktur, Stadtteilschule, Volksentscheid, Schule"Der Ausgang des Volksentscheids in Hamburg zeigt, dass die schleswigholsteinische Entscheidung, an der 4-jährigen Grundschule festzuhalten, richtig war und ist", sagte Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug zum Votum der Hamburger Bürger vom Sonntag.
In Schleswig-Holstein sei eine Verlängerung der Grundschulzeit für beide Koalitionspartner kein Thema. Eine Ausweitung der Grundschulzeit auf 6 Schuljahre sei mit erheblichem organisatorischem Aufwand, gewaltigen Kosten und einer massiven Schwächung der Gymnasien verbunden; zugleich aber sei ihr vermeintlicher Nutzen in höchstem Maße zweifelhaft.
Der im Juni veröffentlichte Ländervergleich zu den sprachlichen Kompetenzen der Schüler in den Fächern Deutsch und Englisch habe ergeben, dass die Leistungen der Schüler in jenem Bundesland, das seit langem über eine sechsjährige Grundschule verfügt (Berlin), am stärksten von der sozialen Herkunft abhängen. "Individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler in der 4-jährigen Grundschule und in den weiterführenden Schulen - Regional- und Gemeinschaftsschulen sowie Gymnasien - ist ein erfolgreicheres Konzept als die Verlängerung der Grundschulzeit", betonte Klug.
Der Bildungsminister verwies dazu auf die von Prof. Dr. Olaf Köller im November vergangenen Jahres im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Förderkonzeptes "Niemanden zurücklassen - Lesen macht stark" ermittelten Ergebnisse: "Für Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe, die auch schon in der 6. Jahrgangsstufe getestet worden waren, zeigen sich erhebliche Zuwächse in der Lesekompetenz", lautete damals das Fazit des Bildungswissenschaftlers.
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