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Pressemeldung von: GEW Mecklenburg-Vorpommern

Rechtsextremen in Kitas keine Chance geben!

GEW unterstützt Schwesig und fordert Fortbildungen für Erzieherinnen

Schwerin, 26.07.2010

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterstützt die Absicht von Sozialministerin Manuela Schwesig, von den Kita-Betreibern künftig einen Demokratie-Nachweis zu verlangen.

"Kitas sind gesellschaftliche Institutionen, die einen klaren Bildungs- und Erziehungsauftrag haben. Da ist es abwegig, dass Ideologen einer krassen antidemokratischen Minderheit solche Einrichtungen leiten und ihr krudes Gedankengut an Kinder weitergeben können.", so der Kita-Referent der GEW, Daniel Taprogge.

"Die Übernahme der Trägerschaft von Kitas ist jedoch nicht alleine das Problem. Die Erzieherinnen und Erzieher merken immer öfter, dass Rechtsextreme durch ehrenamtliche Angebote und die Arbeit im Elternrat versuchen, Einfluß zu kriegen.", so Daniel Taprogge weiter. "Hier müssen die Kolleginnen und Kollegen weiter Unterstützung kriegen, wie sie mit solchen Offerten umgehen sollen. Letztlich ist die demokratische Gesellschaft insgesamt aufgefordert, sich mehr ehrenamtlich zu engagieren und das Feld nicht irgendwelchen Neonazis zu überlassen."

Die GEW kündigt an, diese Thematik verstärkt in das gewerkschaftsinterne Fortbildungsangebot aufzunehmen. "Wir werden Workshops und Seminare zur Demokratiearbeit in Kitas in unser Programm aufnehmen. Gleiches erwarten wir auch von der Landesregierung. Solche Themen müssen viel stärker in der schulischen Ausbildung wie auch in der Fortbildung gefördert werden." So der Gewerkschafter weiter.


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