Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Fachkraefte von morgen schon heute ausbilden
Mehr zu: Berufsorientierung, Berufsschule, Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Gymnasium, Hochschulzugang, Schule, Hochschule, Berufliche Bildung, WeiterbildungZur aktuellen Debatte um den kuenftigen Fachkraeftebedarf erklaert die arbeits- und sozialpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Anette Kramme: Die Altenpflege schlaegt Alarm, und die Industrie sucht haenderingend nach Facharbeitern. Der Vorstoss Schawans und Lindners, eine gezielte Einwanderungspolitik zu forcieren, ist deshalb nicht falsch. Er greift aber zu kurz.
Es geht heute nicht mehr nur um Beschaeftigungssicherung in der Krise. Es geht vor allem um die Sicherung des Fachkraeftebedarfs in der Zukunft. Wir muessen schon heute handeln, damit wir in 20 Jahren nicht gleichzeitig Fachkraeftemangel und Massenarbeitslosigkeit bei gering Qualifizierten vorfinden.
Den drohenden Fachkraeftemangel koennen wir nur mit abgestimmten bildungs- und beschaeftigungspolitischen Ansaetzen vermeiden.
Das betrifft vor allem die drei Gruppen: Aeltere, Frauen und Migranten. Schon in unserem Wahlprogramm 2009 hiess es: Wir wollen eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur fuer jede und jeden. Daran halten wird fest.
Ziel muss es ausserdem sein, den Anteil der gering qualifizierten Arbeitnehmer durch eine massive Bildungsoffensive zu reduzieren. Vor allem Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund muessen besser integriert werden. Rund 40 Prozent von ihnen machen heute keinen berufsqualifizierenden Abschluss. Diese Verschwendung von Talent koennen wir uns nicht laenger leisten.
Ausserdem muss die Durchlaessigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung weiter ausgebaut werden. Die Ausbildungsfoerderung fuer einen Universitaetsabschluss muss zum Beispiel auch noch fuer 40- oder 50-jaehrige offen stehen. Ziel muss es auch sein, die Beschaeftigungsfaehigkeit der Arbeitnehmer auch im Alter zu erhalten und die Integration von Frauen, speziell Alleinerziehenden, in den Arbeitsmarkt zu erhoehen, indem ausreichend Betreuungsangebote bereitgestellt werden.
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