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Baden-Württemberg

Modellprojekt "Islamischer Religionsunterricht"

Kultusministerin Marion Schick: Unterrichtsangebot genießt hohe Akzeptanz / Fortsetzung des Projekts an zehn bestehenden Grundschulstandorten für weitere vier Jahre – Fünf zusätzliche Grundschulstandorte kommen zum neuen Schuljahr hinzu

Mehr zu: Baden-Württemberg, Grundschule, Integration, Migration, Religion, Schule
Stuttgart, 29.07.2010 -

"Aufgrund der hohen Akzeptanz des Modellprojekts islamischer Religionsunterricht wird das bekenntnisorientierte Unterrichtsangebot für muslimische Kinder um weitere vier Jahre verlängert", erklärte Kultusministerin Marion Schick am Donnerstag (29. Juli 2010) in Stuttgart. Der Ministerrat hatte beschlossen, das Angebot an den zehn bereits bestehenden Grundschulstandorten fortzusetzen und darüber hinaus an sechs dieser Standorte auch weiterführend in den Klassen 5 und 6 einzurichten.

Zusätzlich wird islamischer Religionsunterricht zum neuen Schuljahr an fünf weiteren Grundschulstandorten angeboten. "Muslimische Kinder und Jugendliche erhalten damit in gleicher Weise wie ihre christlichen Mitschülerinnen und Mitschüler weiterhin ein Angebot der religiösen Identitätsstiftung. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Integration der Muslime", erläuterte Schick.

Bereits im Dezember 2009 hatte der Ministerrat grünes Licht für eine Weiterführung des Angebots, das im zu Ende gehenden Schuljahr von ca. 900 Schülerinnen und Schülern wahrgenommen wurde, an den bestehenden Standorten und an bis zu zehn weiteren Grundschulen gegeben. Die Ausweitung des Angebots auf sechs Hauptschulstandorte soll durch die unterrichtsbegleitende Entwicklung eines Bildungsplans auf der Grundlage des bayerischen Lehrplans für die Sekundarstufe I ermöglicht werden. "Für eine Ausweitung islamischer Religionslehre auf weitere Schularten sind wir auf die Kooperation mit einem autorisierten Ansprechpartner auf islamisch- sunnitischer Seite angewiesen. Insofern hoffen wir, dass die Diskussion über die Empfehlungen des Wissenschaftsrats, islamische Zentren zur Theologenausbildung einzurichten, bei den Muslimen im Land Initiativen zu einer religionsgemeinschaftlichen Organisation befördert", betonte die Kultusministerin.

Das ebenfalls 2006/07 gestartete Unterrichtsangebot in alevitischer Religionslehre wird nach Mitteilung der Alevitengemeinde Deutschland e.V. (AABF) ebenfalls fortgeführt und in den kommenden Jahren erweitert. Die AABF führt derzeit mit Unterstützung der örtlichen Kultusgemeinden vorbereitende Gespräche für eine Ausweitung auf in Frage kommende Standorte.

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