Minister Tesch fordert konstruktiven Föderalismus
Mehr zu: Föderalismus, Mecklenburg-Vorpommern, SchuleHenry Tesch, Mecklenburg-Vorpommerns Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Vizepräsident der Kultusministerkonferenz (KMK), begrüßt die Initiative Nordrhein-Westfalens zur Schaffung von deutschlandweit einheitlichen Bildungsstandards. Mit der Forderung nach einem Bundes-Schulgesetz würde allerdings über das Ziel hinaus geschossen.
Minister Tesch: "Die Schaffung von bundesweit einheitlichen Bildungsstandards ist Aufgabe der Kultusministerkonferenz und in diesem Bereich sind wir schon gut vorangekommen. Vielmehr müssen wir die Verbindlichkeit der gefassten Beschlüsse weiter erhöhen und uns klare zeitliche Horizonte setzen in denen wir diese bundesweit umsetzen. Im Zusammenwirken aller Länder sehe ich das gemeinsame Anliegen eher umgesetzt, das durch kein Bundesgesetz ersetzt werden kann. Das bezeichne ich als konstruktiven Föderalismus Damit stellen wir sicher, dass alle Schülerinnen und Schüler in Deutschland nach bundesweit vergleichbaren Leistungsparametern auf den Schulabschluss vorbereitet werden."
Minister Tesch arbeitet seit seinem Dienstantritt darauf hin, dass zu jeder Zeit Anerkennung und Gleichwertigkeit aller schulischen Abschlüsse aus Mecklenburg-Vorpommern in allen anderen Bundesländern gewährleistet sind und dass ein bundesweites Zentralabitur eingeführt wird. Gute Ansätze gebe es bereits z.B. mit den gemeinsamen Kerncurricula für die gymnasiale Oberstufe, die zusammen mit Berlin und Brandenburg erarbeitet wurden. Ähnliches gibt es mit diesen beiden Bundesländern auch für die Grundschule. Die neuen Bundesländer arbeiten sehr eng in Bildungsfragen zusammen und stimmen sich über Einzelfragen ab.
Minister Tesch: "Eine Familie muss von A nach B ziehen können, ohne schulische Probleme zu erleben. Wichtige Schritte sind auf diesem Weg bereits getan. Die ersten Bundesländer, zu denen auch Mecklenburg-Vorpommern gehört, arbeiten an gemeinsamen Abituraufgaben in Deutsch und Mathematik. Die beteiligten Länder planen die Umsetzung für 2014. Das ist eine erfolgversprechende Entwicklung."
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