CHE Centrum für Hochschulentwicklung
Gute Karriereaussichten im Hochschul- und Wissenschaftsmanagement
Mehr zu: Fachhochschule, Hochschulmanagement, Weiterbildung, HochschuleSind die deutschen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bei der Förderung von Managementkarrieren international konkurrenzfähig? Dieser Frage geht eine neue Studie nach, welche das CHE im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt hat.
Verglichen wurde die Entwicklung in Deutschland mit der Situation in 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie in Australien und den USA. Ergebnis: Insgesamt schneidet das deutsche Wissenschaftssystem im Vergleich mit den anderen EU-Staaten überwiegend gut ab. In den außeruniversitären Forschungseinrichtungen liegen die Karrierebedingungen für den Managementnachwuchs sogar weit über dem europäischen Durchschnitt. Insgesamt verlaufen die Karrieren von Hochschul- und Wissenschaftsmanager(innen) aber immer noch vorwiegend zufällig über einen Quereinstieg. Umso wichtiger ist eine Professionalisierung "on the job". In diesem Punkt lässt sich von Australien und den USA lernen. Dort erfolgt die Rekrutierung und Entwicklung von Management-Talenten oft systematischer als im deutschen Wissenschaftsbereich.
weiterführende Informationen
Die Studie ist bundesweit die erste, die neben umfassenden empirischen Ergebnissen zur Entwicklung des noch sehr jungen Berufsfelds "Hochschul- und Wissenschaftsmanagement" auch internationale Vergleichsdaten bietet. Dazu wurden Leitungskräfte aus 353 deutschen Hochschulen und 140 außeruniversitären Forschungseinrichtungen (Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft) sowie 31 Expert(inn)en aus 27 EU-Staaten befragt. Hinzu kommen Auswertungen einer Befragung von 2045 Mitgliedern aus Dekanaten (Dekane und Dekaninnen, Prodekaninnen und -dekane, Fakultätsmanager und –managerinnen), einer Analyse der Karriereverläufe von 43 Absolvent(inn)en des MBA-Studiengangs Hochschul- und Wissenschaftsmanagement an der Fachhochschule Osnabrück sowie von Interviews mit einzelnen Akteur(inn)en in australischen und amerikanischen Hochschulen.
Die befragten Leitungskräfte in deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen betrachten ein gut funktionierendes Management als zentralen Erfolgsfaktor für ihre Einrichtung. Damit wird diesem Tätigkeitsfeld ein hoher Stellenwert beigemessen. Entsprechend hat sich eine stetig steigende Nachfrage nach qualifiziertem Managementpersonal entwickelt, die sich vor allem auf die mittlere Managementebene bezieht. Haupt-Wachstumsbereiche sind Qualitäts-, Forschungs- und Finanzmanagement sowie Controlling. Frauen haben nach Einschätzung aller nationalen und europäischen Befragten im Hochschul- und Wissenschaftsmanagement tendenziell weniger gute Chancen als Männer. Hier sollte mit geeigneten Personalentwicklungsmaßnahmen frühzeitig gegengesteuert werden. Insgesamt besitzen Managementjobs gegenüber einer wissenschaftlichen Karriere noch immer ein deutlich schlechteres Renomée. In der Regel gelten sie als second best, eine Ausweichstation für Personen, die es in der Wissenschaft nicht geschafft haben. Diesem Effekt wirken Länder wie Großbritannien, Australien, die USA und auch die Niederlande mit einer Aufwertung der Führungspositionen entgegen.
Die Publikation mit dem Titel "Karriereförderung im Wissenschaftsmanagement – nationale und internationale Modelle" ist kostenlos aus dem Internet herunterladbar und besteht aus zwei Teilen: Band 1 enthält neben einem Überblick zum aktuellen internationalen Forschungsstand vor allem empirische Analysen zur Entwicklung des Hochschul- und Wissenschaftsmanagements in Deutschland, Europa, Australien und den USA sowie Good-Practice-Beispiele für die Personal- und Karriereentwicklung im In- und Ausland. Im Anhang Band 2 finden sich Detailstudien zur Situation in 27 europäischen Ländern, ein Überblick über die Weiterbildungsmöglichkeiten im Hochschul- und Wissenschaftsmanagement in Deutschland sowie zusätzliche Informationen zu Australien, Großbritannien und den USA.
Ansprechpartner
Hochschule
Elixiere der Exzellenz
25.05.2012. (Deutsche Universitätszeitung) Sie sind die Zukunftshoffnung mancher Universitäten: die Institutes for Advanced Studies. Konzipiert als Kreativlabore der Spitzenforschung, leben einige von ihnen vom Geld der Exzellenzinitiative. Doch was wird, wenn diese Quelle im Jahr 2017 versiegt und der Bund ...Schule
Sitzen bleiben bringt nichts
25.05.2012. (red/ots) - In vielen Familien leuchtet in diesen Wochen die Alarmstufe Rot. Der Grund: Bald gibt es Zeugnisse - und bei manchen droht die "Ehrenrunde". Genau diese würde Klaus Wenzel gern abschaffen. Warum erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes im Interview mit ...Sonderthemen
Inklusionsfilm heute im Ersten
23.05.2012. (red/pm) Nach seiner erfolgreichen Ausstrahlung im vergangenen Dezember auf BR-alpha wird der Film INKLUSION – GEMEINSAM ANDERS nun auch im Ersten gezeigt, und zwar heute um 20:15 Uhr. Paul (Max von der Groeben) ist ein sportlicher, aber geistig leicht zurückgebliebener Junge. Steffi (Paula ...- „Von 1965 bis 1975 gab es den Deutschen Bildungsrat. Dieser wurde von den Politikern aufgelöst, als er zu fortschrittlich wurde ....“
- MRotermund zu Nationaler Bildungsrat gefordert
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|







Interviews -



Newsletter
Feedback