2Die Ergebnisse des Bildungsmonitors 2010, den das Institut der deutschen Wirtschaft Köln heute vorgelegt hat, zeigen deutlich: Die Schulqualität - und die ist die Grundlage für die Chancen junger Menschen im Beruf und im Leben - genießt bei uns absolute Priorität", betont Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Das Bildungswesen in Bayern erzielt im Bildungsmonitor 2010 ebenso wie bereits 2009 insgesamt einen sehr guten Platz im Spitzenfeld: Beim wesentlichen Punkt der Schulqualität belegt das bayerische Bildungswesen - wie der Ländervergleich 2009 eindrucksvoll belegt - Rang eins.
Besonders gut schneidet der Freistaat auch bei den Aufwendungen pro Schüler ab (Rang 2) wie auch bei der Effizienz des Mitteleinsatzes (Rang 1). Minister Spaenle ist es ein zentrales Anliegen, nach seinem Grundsatz "Qualität und Gerechtigkeit" auch die Durchlässigkeit zwischen den einzelnen Schularten für die Schüler auszubauen. "Mit der Neuregelung des Übertritts und zusätzlichen Förderangeboten an den weiterführenden Schulen, aber auch durch die Kooperationsmodelle von Haupt- und Realschule gehen wir einen konsequenten Weg", so der Minister.
"Die Berufliche Oberschule, an der Schüler das Fachabitur und das Abitur erwerben können, hat sich mittlerweile als wichtige Ergänzung zum Gymnasium als Weg zur Hochschule in Bayern etabliert", ergänzte Minister Spaenle. "Die Ausbildung unserer jungen Menschen ist uns sehr wichtig. Aus diesem Grund investiert Bayern auf hohem Niveau in die Bildung", betont Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. "Der Freistaat hat mit 11,7 Prozent aller Ausgaben die höchste Investitionsquote an den allgemeinbildenden Schulen", so der Minister.
"Wir stellen uns den auch im Bildungsmonitor für Bayern aufgezeigten Herausforderungen. So unternehmen wir große Anstrengungen, etwa in der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund. Wir müssen diese Kinder und Jugendliche verstärkt an höhere Schulabschlüsse heranführen." Auch die Möglichkeiten der beruflichen Bildung wie der Beruflichen Oberschule werden intensiv genutzt, um die Begabungen aller jungen Menschen im Freistaat zu fördern. Bereits gut 40 Prozent aller Hochschulzugangsberechtigungen werden in Bayern über diesen Weg erworben. Instrumente, um die Chancen für Kinder aus ,bildungsfernen` Familien zu verbessern, sind unter anderem der Ausbau der individuellen Förderung und das Gesamtkonzept zur Förderung der schulischen Integration von Kindern mit Migrationshintergrund. Zum neuen Schuljahr startet außerdem der Modellversuch Flexible Grundschule an 20 Grundschulen, bei dem Schülerinnen und Schüler je nach der eigenen Lerngeschwindigkeit für die beiden ersten Grundschuljahre ein, zwei oder drei Jahre in Anspruch nehmen können und danach auf einer sehr soliden Wissens- und Kompetenzbasis in die 3. Jahrgangsstufe vorrücken.
'' Rankings haben je eigene Schwerpunkte "Wir arbeiten stetig daran, die Bildungssituation für unsere Kinder und Jugendlichen weiter zu verbessern. Deshalb nehme ich Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten durchweg ernst. Auch haben viele Maßnahmen, die wir bereits beschlossen haben und die deutliche Wirkungen zeigen, etwa der massive Ausbau der Ganztagsschulen, im Bildungsmonitor noch nicht den Niederschlag gefunden, weil die Daten vor allem aus dem Jahr 2007 stammen", so Minister Spaenle abschließend.