Thüringer Kultusministerium
Freistaat beim Bildungsmonitor auf Platz 2
Matschie: Thüringen auf dem richtigen Weg, wir dürfen uns aber nicht ausruhen
Mehr zu: Bildungsmonitor, Frühkindliche Bildung, Ganztagsschule, Grundschule, MINT-Fächer, Statistik, Thüringen, SchuleBeim Bildungsmonitor 2010, dem Vergleich der deutschen Bildungssysteme der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, belegt Thüringen den zweiten Platz. Thüringens Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Christoph Matschie, sieht darin eine Bestätigung, dass die Bildungspolitik in Thüringen auf dem richtigen Weg ist. "Das gute Abschneiden Thüringens ist aber auch Ansporn, die Qualität in der Bildung weiter zu verbessern. Es gibt keinen Grund, sich auszuruhen. Das wissen wir aus anderen Studien. Mein Ziel bleibt, Thüringen zum Bildungsland Nummer 1 zu machen", so der Minister.
Gemeinsam mit Sachsen und Baden-Württemberg bildet Thüringen das Spitzentrio im Bildungsmonitor. Ganz vorn liegt der Freistaat beispielsweise bei den Betreuungsbedingungen (Platz 1). So kommen auf einen Lehrer an den Grundschulen laut Studie 13,7 Kinder (Bundesdurchschnitt: 18,5), im Sekundarbereich I sind es 9,8 Schüler pro Lehrer (Bundesdurchschnitt: 15,6). Matschie verweist darauf, dass sich im Bereich der frühkindlichen Bildung die Betreuungsrelationen durch das Anfang August in Kraft getretene Kita-Gesetz mit der Besetzung von 2.400 zusätzlichen Stellen weiter verbessern.
Im Bereich Förderinfrastruktur bescheinigt der Bildungsmonitor einen guten Ausbau der Ganztagsangebote im Vorschul- und Schulbereich. Hier belegt Thüringen Platz 2. So besuchen drei Viertel der Grundschüler eine Ganztagsschule, bundesweit sind es nur 19 Prozent. Von den Drei- bis Sechsjährigen werden 86,1 Prozent ganztägig betreut (Bundesdurchschnitt: 29,7 Prozent), bei den unter Dreijährigen sind es 35,5 Prozent (Bundesdurchschnitt: 8,7 Prozent). Bei der Gewichtung der Naturwissenschaften Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, der so genannten MINT-Fächer, belegt der Freistaat den 3. Platz. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Thüringer Hochschulen "Kaderschmieden für Ingenieure" sind.
Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet.
"Dass wir uns trotz der guten Ergebnisse nicht zurücklehnen dürfen, hat erst jüngst der bundesweite Ländervergleich Bildung 2010 gezeigt", unterstreicht Matschie. Hier war Thüringen vor allem bei der Fremdsprache Englisch nur auf einem hinteren Platz gelandet. Mit der Einführung der Thüringer Gemeinschaftsschule und der Offensive in der frühkindlichen Bildung mit dem neuen Kita-Gesetz seien die bildungspolitischen Weichen Richtung Zukunft gestellt. Weitere Informationen unter: www.insm-bildungsmonitor.de.
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