Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt wächst im Vergleich der Bundesländer am stärksten
Mehr zu: Bildungsmonitor, Föderalismus, Sachsen-Anhalt, Statistik, SchuleSachsen-Anhalt belegt beim Bildungsmonitor 2010 einen sehr guten siebenten Rang (66,9 Punkte). Die Studie stellt für Sachsen-Anhalt den dynamischsten positiven Trend aller Bundesländer fest. Im vergangenen Jahr erreichte Sachsen-Anhalt mit 63,2 Punkten Platz neun. im Bezug zur ersten Studie vor sechs Jahren verbesserte sich Sachsen-Anhalt damit am stärksten (2004 noch Platz 16 mit 38,6 Punkten).
Der Bildungsmonitor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), ist eine Vergleichsstudie aller Bildungssysteme der deutschen Bundesländer aus bildungsökonomischer Sicht. Diese Studie untersucht also vorrangig die Rahmenbedingungen, unter denen die Schulen und Hochschulen arbeiten und verknüpft sie mit den in internationalen und nationalen Untersuchungen erreichten Ergebnissen. Bewertet werden insgesamt 13 Handlungsfelder und mehr als 100 Indikatoren. Daraus wird abgeleitet, welchen Anteil die jeweiligen Bundesländer mit ihrem Bildungssystem am Wirtschaftswachstum haben.
Kultusministerin Prof. Dr. Birgitta Wolff: "Dies ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Es zeigt, dass es richtig war, an Inhalten zu arbeiten, statt die Kraft in Strukturdebatten zu vergeuden. Das Ergebnis spiegelt die Vielfalt der täglichen Bemühungen der Schulen und Hochschulen und zeigt, dass die Vielzahl der zur Qualitätsentwicklung ergriffenen Maßnahmen zu wirken beginnt."
Sehr weit vorn (2. Platz) ist Sachsen-Anhalt im Handlungsfeld MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Im Jahr 2008 wurden 17,5 Prozent aller Promotionen in dem Bundesland in den Ingenieurwissenschaften abgelegt - der höchste Anteil in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 10,1 Prozent). Die Zahl der Hochschulabsolventen in den Ingenieurwissenschaften im Erststudium stieg von 491 im Jahr 2000 auf 957 im Jahr 2008. Im Vergleich zu 11.900 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ingenieuren in Sachsen-Anhalt sind dies relativ viele Absolventen. Die Ingenieursatzquote lag bei 8,0 Prozent und war damit deutlich höher als der Bundesdurchschnitt in Höhe von 6,3 Prozent.
Bei den Betreuungsrelationen kommt Sachsen-Anhalt auf den 3. Platz. Im Jahr 2008 kamen in Sachsen-Anhalt 14,5 Grundschüler auf einen Lehrer - nach Thüringen die zweitbeste Betreuungsrelation in Deutschland (Bundesdurchschnitt: 18,5). Auch in den anderen Schulformen weisen nur Thüringen und Sachsen ähnlich gute oder bessere Betreuungsrelationen auf.
Die Ergebnisse können auf www.insm-bildungsmonitor.de nachgelesen werden.
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