Schule ohne Gewalt - jetzt gibt es den KrisenKompass
Mehr zu: Cybermobbing, Gewalt in der Schule, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Lehrerbildung, Prävention, Schulstress, SchuleNotfallpläne, Gefahreneinschätzung, Handlungsstrategien und vor allem Prävention: Welche Schule kennt sich damit schon gut genug aus und hat sich wirklich auf Krisen vorbereitet? Insgeheim denkt oder hofft wohl jeder, an der eigenen Schule wäre "echte" Gewalt kein Thema. Der KrisenKompass bietet Schulen sachkundige Unterstützung, Rat bei Unsicherheiten und will unentbehrlicher Leitfaden für alltägliche aber auch schwere Krisen sein, vorausgesetzt, Krisenprävention ist Teil der Schulentwicklung und damit ein aktiver, permanenter Prozess.
Schule besteht nicht aus einzelnen problematischen Schülerinnen oder Schülern, die zu einer Gefahr für alle werden können. Schule ist ein Mikrokosmos unserer Gesellschaft, alles hängt mit allem zusammen. In der Schule finden sich alle Krisen und Nöte des Alltags: Hilflosigkeit, Scham- und Schuldgefühle, akute Belastungen, Suizidgefährdung, Trauer, Tod, Abschied. Lehrkräfte und Schulleitungen stehen plötzlich vor der Frage, wie sie mit diesen Phänomenen umgehen sollen. Wie viel Mitgefühl, wie viel Empathie lässt ihre Professionalität zu. Kennen sie sich aus mit den Hintergründen oder Auslösern für eine schwere Krise? Sind sie in der Lage, unter Stress richtig zu handeln, damit eine weitere Eskalation verhindert wird? Dazu schreibt Ger not Brauchle im KrisenKompass: "Eine Voraussetzung, um als Mensch planen und handeln zu können, ist ein Gefühl von Sicherheit und Vorhersagbarkeit. Um handeln zu können, muss man in der Lage sein, sich mental verschiedene Wege zur Erreichung des Ziels vorstellen und bewerten zu können. Die Bewertung erfolgt gefühlsabhängig. Traumatisierte Personen scheinen diese Fähigkeit verloren zu haben, da ihre innere Welt eine "schmerzhafte Zone" geworden ist."
Ein Gefühl der Sicherheit um handeln zu können
Was für Schülerinnen und Schüler gilt, ist für Lehrkräfte und Schulleitungen nicht falsch: Durch Üben gewinnt man Sicherheit. Dazu gibt der KrisenKompass konkrete Hilfestellung: Bildung eines Krisenteams, Festlegung seiner Aufgaben, dazu Merkblätter und Checklisten zum Ausarbeiten und Aufhängen.
Umfangreiches Material gibt es zum Erkennen und Einordnen von Symptomen und zu Präventionsmaßnahmen: Im Heft "Krisen" befassen sich die Autoren mit den Themen Vandalismus, Mobbing- bzw. Cybermobbing, Pornografie auf dem Handy, Raub und Erpressung sowie allen Formen von Gewalt und Aggressionen, Suizidversuch, Depressiven Störungen, Essstörungen, Selbstverletzungen, Würgespielen.
Das zweite Themenheft behandelt Sterben, Tod und Suizid, indem es einen Diskurs über den eigenen Standpunkt zu Sterben und Tod anregt. Im dritten Heft geht es um Abschied, Abschiedsrituale, Trauerarbeit und den Umgang der Religionen damit. Im vierten Heft "Hintergrund" werden die Symptome beschrieben, die nach traumatischen Erlebnissen eintreten können, und das fünfte Heft befasst sich ausführlich mit Krisenkonzepten, Strukturen für eine Krisenintervention und dem Umgang mit dem Medien in und nach einer Krise. Das sechste Heft schließlich enthält eine Fülle von Zusatzmaterialien. Jedes Kapitel-Ende gibt ausführliche Literaturhinweise und weiterführende Links.
Der KrisenKompass wurde herausgegeben von edyoucare, Internationale Fachstelle für Gewaltprävention, Krisenintervention und Trauerbegleitung in Seuzach/ Schweiz. Er ist erschienen im Schweizer Schulverlag plus, die Bearbeitung für den deutschen Markt wurde unterstützt durch den VBE Verband Bildung und Erziehung. Im Herbst 2010 erscheint die Ausgabe für Österreich.
Der Schulverlag plus will mit seinen Materialien das "Lernen auf eigenen Wegen" anregen, weil sich die Anforderungen unserer Arbeitswelt permanent verändern, Gelerntes rasch überholt ist und individuelles Lernen immer wichtiger wird. Lehrerinnen und Lehrer sollen darin unterstützen werden, eine Kultur des Vermittels, Anleitens, Beratens und Begleitens zu schaffen, damit jedes Kind seine bestmögliche Zukunft erreichen kann.
Der KrisenKompass: Ringordner mit sechs Heften im Format A4:
vier Einzelhefte zu den Themen "Krisen", "Tod", "Abschied" und "Krisenmanagement", ein fünftes zum Thema "Hintergründe", das sechste mit Zusatzmaterial.
188 Seiten, 43 Blatt Zusatzmaterial,
49,80 Euro - ISBN 978-3-292-00601-1
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Rückfragen und Rezensionsexemplare:
Agentur Ratschlag und Bildung GmbH
Annelie Löber-Stascheit
Abigstr. 11
88662 Überlingen
Tel.: 07551 309272
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