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Baden-Württemberg

Wissenschaftsministerium fördert das Familienbewusstsein an Hochschulen

Zwei Förderprogramme im Rahmen von "Kinderland Baden-Württemberg" ausgeschrieben

Mehr zu: Baden-Württemberg, Familienbildung, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Hochschule
Stuttgart, 01.09.2010 -

Das Wissenschaftsministerium schreibt im Rahmen des "Kinderland Baden-Württemberg" zwei Förderprogramme aus. Insgesamt stehen 3,1 Millionen Euro zur Verfügung. Daraus werden Stipendien für Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kind finanziert und das Kinderbetreuungsprogramm für das wissenschaftliche Personal an Landeshochschulen gefördert.

"Es ist wichtig, berufstätige Eltern zu unterstützen. Mit den beiden Förderprogrammen wollen wir eine bessere Vereinbarkeit von Karriere und Familie an den Hochschulen erreichen", so Ministerialdirektor Tappeser am 1. September 2010 in Stuttgart. Durch die Verbesserung der Kinderbetreuung an Hochschulen werde wissenschaftliches Arbeiten unterstützt und das Familienbewusstsein gefördert. Die flexiblen Betreuungszeiten seien an die speziellen Bedürfnisse des wissenschaftlichen Personals angepasst.

Schlieben-Lange-Programm für Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kind

Speziell für Frauen ist das Schlieben-Lange-Programm mit einer Laufzeit von zwei Jahren. Für die 2. Ausschreibungsrunde des Programms ist ein Etat von 1,6 Millionen Euro vorhanden. Unterstützt werden Nachwuchswissenschaftlerinnen mit Kind. Mit den bereit gestellten Geldern wird es Frauen ermöglicht, ihre wissenschaftliche oder künstlerische Arbeit fortzusetzen, aufzunehmen oder berufsbegleitend durchzuführen. Die Förderhöhe beträgt für eine Promotion oder ein künstlerisches Entwicklungsvorhaben 1.200 Euro monatlich und für eine Habilitation 1.800 Euro monatlich bei einer Förderdauer von zwei Jahren. Die Vorbereitung einer Habilitation wird für ein Jahr mit 1.400 Euro monatlich unterstützt. Die Fördermittel können für den Lebensunterhalt, für Kinderbetreuungskosten oder als Projektmittel verwendet werden.

Das Kinderbetreuungsprogramm für das wissenschaftliche Personal

Die 3. Runde des Kinderbetreuungsprogramms für das wissenschaftliche Personal an Hochschulen hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Sie wird mit 1,5 Millionen Euro gefördert. Das Projekt ermöglicht die Einrichtung von Notfall- und Ferienbetreuungsangeboten, verlängerten Öffnungszeiten in der Kinderbetreuung sowie den Einkauf von Belegplätzen.

Um zu überprüfen ob und wie das Kinderbetreuungsprogramm die Hochschulen familienbewusster macht, hat das Ministerium eine wissenschaftliche Untersuchung in Auftrag gegeben. Die Evaluation übernimmt der Arbeitsbereich CEWS (Kompetenzzentrum für Frauen in Wissenschaft und Forschung) des GESIS-Leibniz-Instituts für Sozialwissenschaften. Die Ergebnisse der Studie werden im Sommer 2011 vorliegen.

Weiter Informationen unter: mwk.baden-wuerttemberg.de/service/aktuelle-ausschreibungen

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