Ministerin Schick: Bundesweit einmaliges Bildungs- und Betreuungsangebot zum Ausgleich von Lerndefiziten in den Sommerferien
Vier Sommercamps starten am 6. September - Hauptschüler zu Beginn der Jahrgangsstufe 8 werden auf das neue Schuljahr vorbereitet
Mehr zu: Baden-Württemberg, Bildungschancen, Ferien, Förderunterricht, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Stiftungen, Zeugnis, SchuleAn diesem Montag (6. September) starten in Baden-Württemberg an vier Pilotstandorten Freiburg, Ludwigsburg, Mannheim und Ravensburg einwöchige Sommercamps. Dabei handelt es sich um ein bundesweit einmaliges Bildungs- und Betreuungsangebot in den Sommerferien, bei dem Jugendliche mit Förderbedarf mit und ohne Migrationshintergrund die Chance bekommen, schulische Defizite auszugleichen.
"Durch den ganzheitlichen Lernansatz mit zusätzlichen erlebnisorientierten Angeboten lernen die Schülerinnen und Schüler mit Kopf, Herz und Hand. Die Freude am gemeinsamen Lernen wird damit gefördert und ein guter Start ins neue Schuljahr vorbereitet", sagte Kultusministerin Marion Schick. In den einwöchigen Sommercamps könnten Schülerinnen und Schüler im Laufe eines Schuljahres aufgetretene Lerndefizite ausgleichen und den Anschluss an den Leistungsstand der Klasse wieder herstellen. "Dabei wird auch die Freude am Lernen gefördert und Lernfähigkeit und Motivation gesteigert", so Schick.
In den Jahren 2010 und 2011 sollen insgesamt 24 einwöchige Sommercamps im Bereich der Haupt- und Werkrealschule angeboten werden. Dafür werden auf Initiative der CDU-Landtagsfraktion 0,5 Millionen Euro im Haushalt bereitgestellt. Die in den Sommercamps gesammelten Erfahrungen sollen in eine systematische Weiterentwicklung einfließen. Das Gymnasium Münsingen, von dessen Sommerschule maßgebliche Impulse für die Entwicklung der Sommercamps ausgingen, wird als fünfter offizieller Erprobungsstandort in die Evaluation einbezogen.
Die Sommercamps finden ganztägig in der letzten Sommerferienwoche vom 6. bis 10. September statt. Für das Schulprogramm stehen qualifizierte Lehrkräfte zur Verfügung, die die Jugendlichen in kleinen Gruppen täglich in verschiedenen Lerneinheiten in Deutsch, Mathematik und Englisch unterrichten. Daneben wird bei diesem erlebnisorientierten und zugleich kompakten Bildungsangebot großer Wert auf die Vermittlung von sozialen wie personalen Kompetenzen gelegt. Für die je Standort rund 25 Hauptschülerinnen und Hauptschüler zu Beginn der Jahrgangsstufe 8 entstehen keine Kosten. Auf Wunsch wird die Teilnahme zertifiziert und kann ins Zeugnis eingetragen werden.
Die Sommercamps werden jeweils mit regionalen Partnern durchgeführt: in Freiburg mit der Ökostation Freiburg in Unterstützung von Lernen Erleben in Freiburg (LEIF), in Ludwigsburg mit dem Landesinstitut für Schulsport, Schulkunst und Schulmusik Baden-Württemberg, in Mannheim mit der Popakademie Baden-Württemberg GmbH und in Ravensburg mit der Stiftung Ravensburger Verlag. Die beteiligten Lehrkräfte erhalten über das Kultusministerium Anrechnungsstunden für ihre Arbeit. Das Mannheimer Projekt wird von der Dietmar Hopp Stiftung gGmbH gefördert, Freiburg und Ludwigsburg von der Robert Bosch Stiftung GmbH sowie Ravensburg von der Stiftung Ravensburger Verlag.
Hinweis an die Redaktionen:
Am 6. September besucht Kultusministerin Schick von 14 bis 15 Uhr das Sommercamp in Ludwigsburg. Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL, wird am 10. September ab 13.15 Uhr im Sommercamp in Mannheim zu Gast sein. Der Minister für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz, Rudolf Köberle MdL, wird am 9. September um 14 Uhr den Standort Ravensburg besuchen.
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