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Hochschulrektoren

HRK-Präsidentin: "Heute veröffentlichte OECD-Bildungsstudie sollte den Ländern zu denken geben"

Mehr zu: Bildungsausgaben, Bildungsbericht, Exzellenz-Initiative, Hochschulabschluss, Hochschulpakt, OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", Statistik, Studienwahl, Wintermantel, Sonderthemen
Bonn, 07.09.2010 -

Immer noch liegt Deutschland bei den Bildungsausgaben im Schlussfeld der OECD-Staaten, nämlich auf Rang 23 unter 27 Staaten. Das ist das Ergebnis der heute vorgestellten OECD-Studie "Bildung auf einen Blick 2010". Die Expansion des Hochschulbereichs hält zwar wie in den anderen Staaten trotz wirtschaftlicher Krise an, doch bleibt sie international weit hinter dem Durchschnitt zurück.

Dieser Rückstand wiegt umso schwerer, als Deutschland sich in einer von den meisten anderen Staaten dramatisch anderen demographischen Situation befindet. Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter nimmt ab. Der Zuwachs des Anteils der Hochschulabsolventinnen und -absolventen von 0,9 Prozent reicht nicht aus, um den Arbeitsmarktbedarf an qualifizierten Kräften annähernd zu decken. Bei vergleichbarer demographischer Entwicklung verzeichnet Japan einen Anstieg von jährlich 3,1 Prozent.

"Der Wert akademisch ausgebildeter junger Menschen für die wirtschaftliche Zukunft des Landes wurde in Deutschland zu lange unterschätzt", so die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Margret Wintermantel, heute in Bonn. "Die OECD-Studie zeigt, dass die Hochschulbildung sich für die Absolventinnen und Absolventen in Form eines höheren Lebenseinkommens positiv auswirkt und dass die gesamte Gesellschaft durch mittelfristig deutlich höhere Steuereinnahmen und geringere Ausgaben für Arbeitslosigkeit profitiert.

Dank der Initiative des Bundes wurde der Qualitätspakt für die Hochschulen geschlossen. Dieses Instrument kann helfen, in den kommenden Jahren mehr junge Menschen zu einem Hochschulabschluss zu führen. Allerdings regiert in einigen Bundesländern gleichzeitig schon wieder der Rotstift. Kluge Investoren aber stecken jetzt mehr Geld in die Hochschulbildung, um in einigen Jahren den Ertrag zu ernten.

Die OECD-Studie sollte den Ländern zu denken geben!"

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