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OECD-Studie

Länderauswertung der OECD-Bildungsstudie - Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2010

Wissenschaftsminister Frankenberg: Studieren lohnt sich besonders in Baden-Württemberg - Duale Hochschule in Studie noch nicht berücksichtigt

Mehr zu: Baden-Württemberg, Fachhochschule, OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", Statistik, Studienwahl, Hochschule
Stuttgart, 08.09.2010 -

"Die Studie zu Bildungsindikatoren belegt mit Zahlenmaterial, dass sich Investitionen in das Studium lohnen - für jeden Einzelnen und für die gesamte Gesellschaft. Akademiker verdienen 75 Prozent mehr als Nicht-Akademiker und sind seltener von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies gilt besonders für Baden-Württemberg. In keinem anderen Bundesland ist die Beschäftigtenquote der Hochschulabsolventen höher." Mit diesen Worten kommentierte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg heute in Stuttgart die Länderauswertung der OECD-Studie "Bildung auf einen Blick".

Die auf die OECD-Studie aufbauende Publikation "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2010", welche vom Statistischen Bundesamt und den Statistischen Landesämtern herausgegeben wurde und sich hauptsächlich auf Daten aus dem Jahr 2008 bezieht, berücksichtigt nach den Worten Frankenbergs erst ab dem nächsten Jahr die Duale Hochschule. Nach den Kriterien der OECD nehmen in Baden-Württemberg 36,2 Prozent eines Altersjahrgangs ein Studium an einer Universität oder Fachhochschule auf (Bund: 36,2 Prozent). Inklusive der Verwaltungsfachhochschulen und der Dualen Hochschule lag die Studienanfängerquote im Land bei über 47 Prozent (Bund: 40 Prozent).

"Baden-Württemberg hat konsequent in die Qualität von Studium und Lehre investiert. Dass wir damit auf dem richtigen Weg sind, zeigt sich unter anderem in den besten Betreuungsrelationen Deutschlands, entsprechend hohen Abschlussquoten und dem großen Erfolg der Hochschulabsolventinnen und -absolventen am Arbeitsmarkt. Nirgendwo in Deutschland sind mehr Hochschulabsolventen erwerbstätig", sagte der Minister.

Der Bericht zeigt, dass die Landesuniversitäten (ohne Humanmedizin) im Jahr 2008 mit statistisch 7,5 Studierenden pro Lehrkraft und die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften mit 19,2 Studierenden pro Lehrkraft die besten Betreuungsrelationen Deutschlands aufweisen. Zusammen liegen sie mit einem Wert von 9,2 deutlich besser als der OECD-Durchschnitt von 16,2 Studierenden pro Lehrkraft an Hochschulen. "In der Studie des vergangenen Jahres lag die Bertreuungsrelation über alle Hochschularten hinweg noch bei 10,1 Studierenden pro Lehrendem. Die Verbesserung auf einen Durchschnitt von 9,2 haben wir auch den Studiengebühren zu verdanken. Die Einnahmen in Höhe von 130 Millionen Euro jährlich werden in Studium und Lehre investiert", so Frankenberg.

Besonders viel wird in Baden-Württemberg für die Bildungseinrichtungen ausgegeben. Rund 8.500 Euro (ohne FuE-Ausgaben) sind es jährlich pro Studierendem. Dies ist im Bundesvergleich (Bund: 7.400 Euro) ein Spitzenwert. Der Studienerfolg im Südwesten ist mit einer Abschlussquote von 27,4 Prozent an einem Altersjahrgang deutlich höher als im Bundesdurchschnitt (25,5 Prozent). Das Land nimmt damit unter den Flächenländern nach Hessen (27,6 Prozent) den zweiten Platz ein. Frankenberg: "Rechnet man hier die Studienabschlüsse an der Dualen Hochschule mit ein, steigt die Quote um vier bis fünf Prozent."

Die Beschäftigtenquote der Hochschulabsolventen im Alter von 25 bis 64 Jahren ist mit 88,6 Prozent die höchste aller Länder. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 85,8 Prozent und der OECD-Durchschnitt bei 84,5 Prozent. "Die Gefahr, arbeitslos zu werden, ist für Akademiker im Südwesten besonders gering", sagte der Minister.

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