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Schleswig-Holstein

Landesregierung legt Hochschulpolitisches Konzept für Schleswig-Holstein vor

Minister de Jager: "Wir stärken die Stärken unseres Wissenschafts-Standorts"

Mehr zu: Forschung, Hochschulgesetz, Hochschullehre, Schleswig-Holstein, Hochschule
Kiel, 21.09.2010 -

Mit der Vorlage eines Hochschulpolitischen Konzepts hat die Landesregierung heute (21. September) die wesentlichen struktur- und hochschulpolitischen Zielsetzungen für die nächsten Jahre abgesteckt. Wie Wissenschaftsminister Jost de Jager sagte, setze sein Haus damit weiterhin konsequent auf die Stärken des Landes und fördere in der Wissenschaft die Weiterentwicklung von Schwerpunktbereichen mit dem Ziel, dass die Hochschulen weiterhin Beiträge von hoher Qualität und Relevanz für die Wissenschaft leisten. "Wir haben unsere Hochschulen durch Zielvereinbarungen dazu gebracht, Schwerpunkte zu setzen und Profilbildung zu betreiben, so dass genau die Stärken gefördert werden, die in unseren Hochschulen aus sich selbst heraus erwachsen", sagte de Jager und bezeichnete dies auch als einen Vertrauensbeweis gegenüber den Hochschulen des Landes.

Als wesentliche Zukunftsbereiche nannte der Minister die Lebenswissenschaften (Life Sciences) wie Medizintechnik, Biomedizin, Biotechnologie sowie die Erneuerbaren Energien - insbesondere die Windenergie - oder die Meeresforschung. In diesen Schwerpunktbereichen werde die Landesregierung durch gezielte Förderprogramme von Land und Bund die Exzellenzfähigkeit der Wissenschaftseinrichtungen weiter unterstützen und die bereits erreichte Exzellenz konsequent ausbauen.

Der Minister erinnerte daran, dass vor allem der zunehmende Wettbewerb um öffentliche und private Drittmittel die Anwendung hoher Qualitätsstandards und eine konsequente Ausrichtung auf Exzellenz erfordere. Ein Ergebnis dieser konsequenten Schwerpunktsetzung werde auch weiterhin die erfolgreiche Beteiligung der Universitäten Kiel und Lübeck an der Exzellenzinitiative des Bundes sein.

Die Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU) hatte zum 1. September Antragskizzen für ein Zukunftskonzept (Elite-Universität) mit dem Titel "Universitas Kiel - Erneuerung und Wandel für das 21. Jahrhundert. Exzellenz im Norden" sowie ein weiteres Exzellenzcluster "Materials for Life" eingereicht. Damit bewirbt sich die CAU als Exzellenzhochschule und bringt außerdem einen weiteren Clusterantrag mit Schwerpunkt in den Nanowissenschaften in den Wettbewerb ein.

Darüber hinaus hat die Universität zu Lübeck gemeinsam mit der Universität Hamburg eine Antragsskizze für ein Exzellenzcluster "Neurocognitive Modulation in Health and Disease" eingereicht. Das Land hat auch für diese Projekte die Unterstützung sowie die Übernahme der Kosten für die Kofinanzierung zugesagt und unterstützt die Universitäten in den kommenden zwei Jahren mit rund acht Millionen Euro zur Vorbereitung der Anträge für die Exzellenzinitiative II.

Das dem Kabinett heute vorgelegte Hochschulpolitische Konzept trägt nach den Worten de Jagers auch der demographischen Entwicklung sowie der steigenden Zahl von Studienanfängern Rechnung. "Das Konzept bietet somit eine hervorragende Grundlage für das, was wir in den nächsten Jahren realisieren wollen. Es ist ein Beleg für die Dynamik unserer Hochschulpolitik. Schleswig-Holstein bleibt auch in Lehre und Forschung wettbewerbsfähig" sagte er.

Die Landesregierung beschreibt in dem Konzept mehrere konkrete Vorhaben, die sie in den nächsten Jahren anpacken und umsetzen will. Dazu gehören neben der Förderung der Exzellenz unter anderem auch:

Fortführung des Hochschulpakts 2020 zur Finanzierung von weiteren Studienplätzen in Schleswig-Holstein Evaluation der Hochschulmedizin durch den Wissenschaftsrat eine umfangreiche bauliche Neugestaltung des UK S-H und Beschaffung der dafür notwendigen Finanzmittel durch Einbeziehung privater Investoren, die weitere Entwicklung der Universität Flensburg unter Berücksichtigung der Empfehlungen einer wissenschaftlichen Kommission, die Verbesserung der Forschungsinfrastruktur und stärkere Vernetzung von Hochschulen und Forschungsinstituten, die Umwandlung der Universität zu Lübeck in eine Stiftung ab 2013 eine Prüfung der Möglichkeiten einer Übertragung der Dienstherrenfähigkeit.

Der Landtag wird sich in seiner Oktober-Sitzung mit dem Hochschulpolitischen Konzept befassen.

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