Internationaler Weltlehrertag 2010: Kultusministerin fordert mehr gesellschaftliche Wertschätzung für Lehrerinnen und Lehrer im Land
Marion Schick: Lehrerinnen und Lehrer arbeiten in einem immer komplexer werdenden Umfeld und oft unter schwierigen Voraussetzungen – Pädagogische Aufgaben und Anforderungen sind enorm
Mehr zu: Baden-Württemberg, Heterogenität, Lehrertag, Weltlehrertag, SchuleKultusministerin Marion Schick forderte am internationalen Weltlehrertag (5. Oktober 2010) mehr Wertschätzung für die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer im Land. "Es wird häufig vergessen, dass die gesellschaftliche Anerkennung eine der wichtigsten Grundlagen für den Erfolg schulischer Arbeit ist. Die Lehrerinnen und Lehrer arbeiten in einem immer komplexer werdenden Umfeld und oft unter schwierigen Voraussetzungen. Der Lehrerberuf umfasst heute viel mehr als reine Wissensvermittlung, die pädagogischen Aufgaben und Anforderungen sind enorm", hob die Ministerin hervor.
Anlässlich des Weltlehrertags besuchte die Kultusministerin am Dienstag die Robert-Koch-Realschule in Stuttgart-Vaihingen, um mit Lehrerinnen und Lehrer ins Gespräch zu kommen.
Aufgrund der sich verändernden gesellschaftlichen Entwicklungen werde den Lehrerinnen und Lehrern immer mehr abverlangt. Ziel müsse es sein, die am besten qualifizierten und die engagiertesten Bewerberinnen und Bewerber für diesen Beruf zu gewinnen. Die Lehrkräfte müssten sich künftig noch stärker als bisher mit einer wachsenden Heterogenität der Lerngruppen und individuellen Fördermaßnahmen auseinandersetzen. Beispielhaft nannte Schick den gemeinsamen Unterricht behinderter und nicht behinderter Kinder.
Nicht zuletzt aufgrund der gestiegenen und sich wandelnden Anforderungen werde das Land die Lehrerausbildung an den Pädagogischen Hochschulen ab dem Wintersemester 2011/12 konzeptionell neu ausrichten. Das große Thema der kommenden Jahre sei die Qualitätsentwicklung in allen Bildungsbereichen.
Die Ministerin dankte anlässlich des 1994 von der UNESCO ins Leben gerufenen Weltlehrertags den Lehrerinnen und Lehrern für ihre engagierte und anspruchsvolle Arbeit. "Die Spitzenleistungen unseres Bildungssystems sind in besonderem Maße auch der Verdienst unserer Lehrerinnen und Lehrer."
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