Hochschulpakt II: Wissenschaftsminister Jost de Jager unterzeichnet Zielvereinbarung mit den Hochschulen
Mehr zu: Bildungsausgaben, Hochschulpakt, Schleswig-Holstein, Studierendenzahlen, HochschuleWissenschaftsminister Jost de Jager unterzeichnete heute (23. Dezember) gemeinsam mit den Hochschulen des Landes die Zielvereinbarung zur Umsetzung der zweiten Phase des Hochschulpaktes.
"Ich freue mich, dass wir trotz der angespannten Haushaltslage den Hochschulpakt II vollständig in Schleswig-Holstein umsetzen und keine der neu zu schaffenden Studienplätze an andere Bundesländer abgeben", sagte de Jager. Der Minister betonte, dass die Landesregierung damit ein bedeutendes Projekt ihrer Hochschul- und Wissenschaftspolitik umsetze. Der bisherige Hochschulpakt I habe gezeigt, dass die Studienanfängerzahlen im Vergleich zum Basisjahr 2005 in den letzten Jahren deutlich angestiegen seien. Die prognostizierten Zuwächse würden im Ergebnis sogar noch übertroffen werden. "Wir gehen fest davon aus, dass sich dieser Trend nicht nur fortsetzen sondern noch verstärken wird", sagte der Minister. Durch die Aussetzung der Wehrpflicht im kommenden Jahr rechne de Jager mit bis zu 1.500 Studienanfängern, die zusätzlich finanziert werden müssen.
Der Hochschulpakt ist eine vom Bund und den Ländern gemeinsam getragene Initiative zur Unterstützung der Hochschulen, um die steigenden Studienanfängerzahlen bewältigen zu können. Die erste Programmphase läuft seit 2007 und endet in diesem Jahr. Die zweite Phase startet Anfang 2011. Bis 2015 sollen in Schleswig-Holstein 9.687 zusätzliche Studienanfänger - bezogen auf das Vergleichsjahr 2005 - einen Studienplatz in Schleswig-Holstein erhalten. Dafür stellen der Bund und das Land Schleswig-Holstein jeweils 96,1 Millionen Euro zur Verfügung. Am Hochschulpakt II beteiligen sich mit Ausnahme der Musikhochschule Lübeck alle staatlichen Hochschulen sowie die privaten, staatlich anerkannten Hochschulen in Schleswig-Holstein.
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