Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt
Kultusministerin Wolff und Wirtschaftsminister Haseloff stellen Leitlinien für Berufswahlvorbereitung vor
Mehr zu: Ausbildungsreife, Berufsberatung, Berufsorientierung, Duale Ausbildung, Fachkräftebedarf, Sachsen-Anhalt, Weiterbildung, Berufliche BildungKultusministerin Prof. Dr. Birgitta Wolff hat heute gemeinsam mit Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff und dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt/Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, Kay Senius die Leitlinien des Landes für die Berufswahlvorbereitung vorgestellt.
Die Leitlinien fassen vorhandene Instrumente für eine frühzeitige und individuelle Berufswahlvorbereitung und -orientierung systematisch zusammen. Sie stellen sowohl die zu vermittelnden theoretischen Grundlagen an den allgemein bildenden Schulen des Landes für die Schuljahrgänge 5 bis10 als auch die praxisorientierte Berufsorientierung heraus. Die "Leitlinien für einen nachhaltigen Übergang von der Schule in den Beruf" sind in der Broschüre "Berufswahlvorbereitung an den allgemein bildenden Schulen" zusammengestellt.
Kultusministerin Prof. Dr. Birgitta Wolff: "Wir wollen erreichen, dass sich die jungen Menschen so früh und intensiv wie möglich über verschiedene Berufsfelder informieren. So können wir dem Fachkräftemangel begegnen und Ausbildungsabbrüchen vorbeugen. Die Leitlinien sollen dazu beitragen, dass wir den Jugendlichen noch besser helfen können, ihre Berufsvorstellungen realistisch zu ermitteln und dann auch wirklich erfolgreich zu sein."
Erstellt wurden die Leitlinien vom Landesbeirat für Berufsorientierung Sachsen-Anhalt. Er wurde im November 2009 auf Initiative der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen gegründet. Das Gremium analysiert die derzeitige Situation sowie die Angebote, bewertet Positionen im Netzwerk und legt Schritte fest, welche dabei helfen sollen, die Zusammenarbeit der Akteure zu stärken und zu verbessern.
In der vom Land veröffentlichten Broschüre "Berufswahlvorbereitung an den allgemein bildenden Schulen" werden verschiedene Maßnahmen und mögliche Kooperationspartner vorgestellt. Als Schwerpunkte der gemeinsamen Arbeit werden zehn Bausteine zur Berufswahl aufgeführt, u.a. Feststellung von Kompetenzen, Bewerbertraining, Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften sowie die praktische Erprobung der Berufsfelder.
Wirtschaftsminister Haseloff betonte: "Eine frühzeitige Berufsorientierung ist der Schlüssel, um künftig Ausbildungsabbrüche, Perspektivlosigkeit und letztlich auch Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Der Leitfaden soll daher Standards für die frühzeitige Berufsorientierung an allen Schulen im Land setzen. Mit ihm geben wir den Lehrkräften ein wichtiges Hilfsmittel an die Hand, damit sie den mehrjährigen Prozess der Berufswahlvorbereitung an ihren Schulen bestmöglich organisieren und aus der Vielzahl von Angeboten eine sinnvolle Auswahl treffen können."
Die Leitlinien beinhalten außerdem weiteres Material zum Thema "Gelungene Berufsorientierung an Schulen der Sekundarschule" und "Kriterien zur Einschätzung von Berufsorientierung". Diese wurden durch die Bundesarbeitsgemeinschaft Schule-Wirtschaft und die Bundesagentur für Arbeit entworfen. Die Broschüre wird Ende Februar allen weiterführenden allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung gestellt.
Kay Senius: "Die Leitlinien stellen einen verbindlichen Handlungsrahmen für die Zusammenarbeit zwischen Schule, Bundesagentur für Arbeit und Wirtschaft dar. Die Agenturen für Arbeit unterstützen die Schulen bei der Entwicklung eines auf die spezifischen Schulbelange abgestimmten Konzeptes zur Berufswahlvorbereitung und bieten an, sich an der Koordination der regionalen Akteure maßgeblich zu beteiligen. Damit leisten sie einen Beitrag zur Verbesserung des Übergangsmanagements und tragen erheblich dazu bei, die Anzahl der Schulabgänger mit Startschwierigkeiten zu senken. Kein Jugendlicher darf uns verloren gehen."
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