thüringer lehrerverband
tlv zum Stand der Diskussion der Schulordnung
Hohe Zahl der Rückmeldungen lassen große Verunsicherung unter den Thüringern zu geplanten Änderungen der neuen Schulordnung erkennen
Mehr zu: Schulentwicklung, Schulgesetz, Schulorganisation, Thüringen, SchuleDer tlv thüringer lehrerverband hat heute in einer Mitgliederinformation seine Mitglieder über den Stand der Meinungsäußerung zum Entwurf einer Zwölften Verordnung zur Änderung der Thüringer Schulordnung informiert.
Mit dieser hohen Zahl von kritischen Rückmeldungen gegen die geplanten Änderungen zur Thüringer Schulordnung hat wohl niemand gerechnet, am wenigsten wohl das Thüringer Kultusministerium. Der tlv begrüßt, dass die Äußerungsfrist bis Ende April verlängert wurde und nun eine landesweite Lehrerkonferenz angekündigt worden ist. Dies ist offensichtlich eine Reaktion auf die überraschend große öffentliche Diskussion der geplanten Änderungen. Es ist noch nicht zu spät, schnellstmöglich in einen tatsächlichen Dialog mit allen Beteiligten zu treten, um Antworten auf die vielen kritischen Fragen gegen die geplanten Änderungen zu geben, und damit der immer größer werdenden Verunsicherung seitens der Betroffenen zu begegnen.
Eines wurde deutlich, dass Schule sich eben nicht von oben verordnen lässt, auch wenn immer wieder betont wird, dass es "ein derart transparentes und dialogorientiertes Verfahren noch nie bei einer Änderung der Schulordnung gegeben habe".
Bereits nach der Entwurfsveröffentlichung der neuen Schulordnung am 11. März 2011 äußerte der tlv Landesvorsitzender Rolf Busch: "Der tlv befürchtet, dass im jetzt vorgeschriebenen Anhörungsverfahren nicht wirklich gravierende Änderungen aufgegriffen werden. Damit wird wiederum die Meinung der betroffenen Eltern, Lehrer und Schüler nicht den Stellenwert bekommen, der zu einer notwendigen Mindestakzeptanz der Thüringer Schulordnung führen könnte."
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