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Berlin

Scientology wirbt an Berliner Schulen

Die Leitstelle für Sektenfragen klärt mit aktuellem Faltblatt auf

Mehr zu: Berlin, Religion, Schule
Berlin, 15.04.2011 -

Berliner Schulen erhielten am Anfang dieser Woche Einladungen zu einem "Tag der offenen Tür" zum Thema "Drogenprävention", Absender: Die Scientology Zentrale in der Otto-Suhr-Allee.

"Scientology inkognito" heißt ein neues Faltblatt der Leitstelle für Sektenfragen, das über die zahlreichen Unterorganisationen und Kampagnen der selbsternannten Kirche informieren soll und jetzt an die Schulen verteilt wird.

Die in der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung ansässige Leitstelle für Sektenfragen reagiert damit auf verstärkte Werbebemühungen der Unterorganisationen von Scientology. Mit vermeintlich karitativen oder sozialen Initiativen versucht die Organisation jugendliche Zielgruppen zu erreichen. Sie nutzt dazu soziale Netzwerke wie Facebook, SchülerVZ, YouTube, setzt Plakate ein und verteilt Broschüren, DVDs und Musikvideos an Infotischen.

Nach Einschätzung der Leitstelle für Sektenfragen bieten diese Unterorganisationen von Scientology mit ihren Kampagnen keine nachhaltige Hilfe. Stattdessen verbreiten sie vor allem scientologisches Gedankengut, und dies, ohne dass für Interessierte der Zusammenhang gleich erkennbar ist. Scientology selbst bezeichnet diese Kampagnen als ihre "wichtigen Verbreitungs-Werkzeuge".

Das neue Faltblatt benennt alle Unterorganisationen und Kampagnen, schafft Transparenz und ist damit ein wichtiger Bestandteil der Berliner Präventionsarbeit.

Nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden ist die Mitgliederzahl der Scientology-Organisation zwar deutschlandweit rückläufig. Dennoch versucht die Organisation nach eigenem Bekunden weiterhin im Rahmen einer so genannten "Idealen-Org-Kampagne" ihre deutschen Niederlassungen nachhaltig zu vergrößern und zu stärken.

Das Faltblatt kann auf der Seite www.berlin.de/sen/familie/sekten-psychogruppen eingesehen und runtergeladen werden.

Ansprechpartner

6 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Jimmy, am 15.04.2011, 15:45

Ist doch kompletter Blödsinn, dass hier irgendwelches Scientology Gedankengut in den Anti-Drogen-Aufklärungsheften drin steht. Während in anderen Ländern die Scientology Kirche für diese Kampagne breite Unterstützung und Anerkennung von offizieller Seite erhält wird in Deutschland gewarnt. Aber zum Glück ist der deutsche Bundesbürger ja nicht dumm und kann sich selbst ein Bild von diesen Materialien machen.

von kilian, am 15.04.2011, 23:12

Leitstelle für das Umleiten von Geldern.

Als gläubiger Christ bin ich überzeugt, dass Leitstellen und ihre Drahtzieher dafür haftbar gemacht werden müssen, dass immer weniger Leute in die Kirche gehen.

Der Tag wird kommen.

von Siegbert, am 17.04.2011, 03:42

Was hier gemacht wird von dieser grundgeset- und menschenrechtswidrigen "Leitstelle für Sektenfragen" erfüllt eindeutig den Tatbestand der Volksverhetzung. Der Staat hat per Grundgesetz in Glaubensfragen neutral zu sein. Deutschland ist außerdem Mitglied der UNO und gebunden an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, in der das Menschenrecht auf Religionsfreiheit garantiert wird.

von Peter Piper, am 20.04.2011, 14:50

Schon sehr interesssant, wie schnell hier die sogenannten "Scientologen" dabei sind mit Kommentaren eine Gegenstimmung zu erzeugen. Es ist ja schon lagne so, dass Scientology versucht mit Fake-Kampagnen (Psychatrie, Drogen etc) Menschen in ihre Fänge zu bekommen, um sie "auszusaugen".

von ClaudiaU, am 20.04.2011, 17:33

Diese Aufklärungskampagne über Drogen ist einzigartig und vor allem: Sie FUNKTIONIERT! Nicht mit einem einzigen Komma geht es hier um Scientology, ich finde dieses hysterische Geschrei langsam geschmacklos. Was soll denn bitteschön schlimm daran sein, wenn sich eine Glaubensgemeinschaft in diesem Bereich engagiert?

von Peter Piper, am 21.04.2011, 09:52

@Jimmy, @kilian, @Siegbert, @ClaudiaU - In welchem Land bekommt Scientology Anerkennung für seine Kampagnen? Warum jemanden haftbar machen und wofür? Volksverhetzung??? Die Aufklaerungskampagne funktioniert? Wie kommt man darauf? - Es gibt genug Hinweise auf die sogar tödlichen Folgen der Scientology-Methoden (Lisa McPherson mal bei Wikipedia nachsehen), da können wir auf SO EINE Drogenaufklärung gut verzichten. Scientology ist und bleibt ein ganz üble Sache, gut dass der Statt dagegen vorgeht. Die hysterischen Reaktionen der meisten Für-Scientology-Antworter hier zeigt das ganze Ausmass der Verderbtheit.


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