Deutsche UNESCO-Kommission e.V.
Expertenkreis "Inklusive Bildung" berät Kommunen und Regionen
Expertenkreis "Inklusive Bildung" berät Kommunen und Regionen Aufruf zur Bewerbung
Mehr zu: Bildungsregion, Inklusion, SchuleKommunen und Regionen können sich bis zum 15. Juni 2011 um eine Beratung zur inklusiven Bildung durch den Expertenkreis "Inklusive Bildung" der Deutschen UNESCO-Kommission bewerben. Mit dem Angebot will der Expertenkreis das Leitbild der inklusiven Bildung in Deutschland stärken. Die Peter Ustinov Stiftung unterstützt das Projekt.
"Inklusive Bildung ist nicht allein Sache der Schulen. Sie gelingt umso besser, je stärker alle Personen und Institutionen beteiligt und eingebunden werden, die für Bildung verantwortlich sind – vom Kindergarten bis zur Jugendhilfe. Dies wollen wir durch unser Beratungsangebot beispielhaft befördern", so die Vorsitzende des Expertenkreises Ministerin a.D. Ute Erdsiek-Rave.
Seit 2009 gilt in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention. 2010 wurde sie von der Europäischen Union ratifiziert. Danach haben alle Kinder mit Behinderung das Recht auf gemeinsamen Unterricht in einer allgemeinen Schule. Bei der Umsetzung inklusiver Bildung spielen Regionen und Kommunen eine entscheidende Rolle. Inklusive Bildung erfordert die Entwicklung einer inklusiven Region, in der die Teilhabe aller am Leben in der Gemeinschaft selbstverständlich wird. Um dieses Ziel zu erreichen, muss Deutschland in den nächsten Jahren intensive Anstrengungen unternehmen.
In Europa werden derzeit über 80 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf in Regelschulen unterrichtet, in Deutschland sind es rund 20 Prozent aller Kinder mit Behinderung. Auch Kinder mit Migrationshintergrund besuchen in Deutschland überdurchschnittlich häufig Förderschulen, in denen sie oft keinen qualifizierenden Schulabschluss erwerben.
Inklusive Bildung ist ein zentrales Anliegen der UNESCO. Es wurde bereits in der Salamanca-Erklärung 1994 festgelegt und 2008 auf der UNESCO-Weltbildungsministerkonferenz erneut bestätigt. Inklusion fordert, dass allen Menschen die gleichen Möglichkeiten offen stehen, an qualitativ hochwertiger Bildung teilzuhaben und ihre Potenziale zu entwickeln – unabhängig von Lernbedürfnissen, Geschlecht und sozio-ökonomischen Voraussetzungen.
Der Expertenkreis "Inklusive Bildung" wurde 2010 von der Deutschen UNESCO-Kommission gegründet. Er vernetzt Kompetenz und Erfahrungen der Wissenschaft, Praxis und Politik miteinander und fördert die Umsetzung inklusiver Bildung bundesweit durch gemeinsame Initiativen.
Bewerbungsschluss: 15. Juni 2011
Bewerbungsverfahren: Voraussetzung für eine Beratung ist, dass Bildungsregionen fundierte Überlegungen zur inklusiven Bildung in ihrer Region nachweisen können. Ein Bewerbungsformular steht auf der Webseite der Deutschen UNESCO-Kommission bereit. Aus den Bewerbungen werden drei Regionen für die erste Beratungsrunde ausgewählt. Vertreter der Bildungsregion werden am 30. August 2011 nach Bonn zu einem Beratungsgespräch mit Expertenkreismitgliedern eingeladen. Eine anschließende Beratung in der Region wird bei Bedarf vereinbart.
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Bekomme als Gmd.rat vermehrt Fragen zu den Realisierungsangeboten f. Inklusion auf städt. Ebene. Da jedoch, bis auf den Kiga, prakt. alle Schulen vor Ort staatl. sind, gehen doch Fragen zur Inklusion direkt an die Schulbehörd. Die Einwirkungsmögl.keiten auf komm. Ebene sind deshalb doch sehr begrenzt, oder?
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