GEW Baden-Württemberg
Neue Kultusministerin: Vertrauen zurückgewinnen
GEW lädt zum Dialog mit Lehrer/innen, Eltern und Schüler/innen ein
Mehr zu: Baden-Württemberg, Bildungschancen, Frühkindliche Bildung, Ganztagsschule, Gemeinschaftsschule, Grundschulempfehlung, Studiengebühren, Werkrealschule, SchuleDie Bildungsgewerkschaft GEW bietet der designierten neuen Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer (SPD) eine enge Zusammenarbeit an.
"Wir laden sie ein, mit uns einen Dialog mit den Beschäftigten in Bildungseinrichtungen, den Eltern sowie Kindern und Jugendlichen über die Zukunft der KiTas und Schulen in Baden-Württemberg zu initiieren", sagte am Montag (02.05.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
"Die geplanten Veränderungen lassen sich nur im engen Dialog mit allen Beteiligten umsetzen. Vertrauen, das in den vergangenen Jahren verloren gegangen ist, muss wieder neu entstehen. Die CDU-FDP-Regierung hat mit ihrer Politik die Lehrkräfte und Erzieherinnen sowie Erzieher überfordert und demotiviert", sagte Moritz.
Auf die neue Kultusministerin sieht die GEW große Herausforderungen zukommen. "In Zukunft wird es darum gehen, dass bei zurückgehenden Schülerzahlen die freiwerdenden Stellen für die Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen, den Ausbau der Ganztagsschulen, den Einstieg in die Gemeinschaftsschule und einen Abbau der Benachteiligung von Kindern aufgrund ihrer sozialen Herkunft investiert werden. Das bringt mehr Zinsen als Schuldentilgung", so Moritz.
Die größte bildungspolitische Interessenvertretung im Südwesten lobt unter anderem die von Grünen und SPD geplanten Investitionen in die frühkindliche Bildung, den Wegfall der Studiengebühren und die Korrekturen am Konzept der Werkrealschule. "Die harte Arbeit beginnt aber erst jetzt. So kann zum Beispiel die Abschaffung der verbindlichen Grundschulempfehlung keine isolierte Maßnahme sein. Sie muss durch bessere Bedingungen an den Realschulen und Gymnasien begleitet werden, sonst wären dort die Lehrkräfte in den vollen Klassen überfordert und die Bildungschancen der Kinder und Jugendlichen würden sich nicht verbessern", sagte Moritz.
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