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Bayern

Kultusminister Dr. Spaenle warnt vor Ansätzen der Grünen, das erfolgreiche bayerische Bildungswesen auszuhebeln

"Wir unterbreiten den jungen Menschen mit Bayerns Bildungssystem vielfältige und passgenaue Angebote" - Mehr Mitsprache der Eltern beim Übertritt bereits umgesetzt

Mehr zu: Bayern, Elternwille, Grundschule, Hauptschule, Mittelstufenschule, Oberschule, Schuleingangsphase, Spaenle, Übertritt, Wirtschaftsschule, Schule
München, 02.05.2011 -

"Wir unterbreiten den jungen Menschen in Bayern mit unserem differenzierten Bildungssystem vielfältige Chancen und passgenaue Angebote", unterstrich Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle angesichts der Forderung der Grünen im Bayerischen Landtag nach einer Öffnungsklausel für neue Schularten. Das neue Übertrittsverfahren entlaste die Familien und eröffne mehr Chancengerechtigkeit.

"Wir sind nicht bereit, einem guten und bewährten Schulangebot eine schlechte Alternative hinzuzufügen", fasste Minister Spaenle seine Grundposition zusammen.

Junge Menschen im differenzierten Schulwesen sehr gut gefördert

Die flexible Grundschule, die Schülerinnen und Schülern zunächst in einem Modellversuch einen Grundschulbesuch zwischen drei und fünf Jahren ermöglicht, und das darauf aufbauende differenzierte Schulwesen sichern für Minister Spaenle bestmögliche Förderung für alle Schülerinnen und Schüler mit ihren Begabungen und Interessen. So könnten sich die Eltern mit ihren Kindern nach der Grundschule für die Haupt-/Mittelschule, die Realschule, die Wirtschaftsschule und das Gymnasium entscheiden. Nach dem mittleren Bildungsabschluss eröffnet die Berufliche Oberschule zusätzliche Wege, sich weiter zu qualifizieren und auch persönlich zu entfalten.

"Die Einheitsschule dagegen gefährdet die Realschule, das Gymnasium, die Wirtschaftsschule und die Berufliche Oberschule und beschert den wohnortnahen Schulangeboten der Mittelschule das Aus", so Dr. Spaenle. Die Mittelschule ist für den Kultusminister der Beleg, wie eine Schulart junge Menschen sehr gut und besonders praxisnah auf die duale Ausbildung vorbereitet und ihnen zugleich den Zugang zu mehreren Bildungsabschlüssen eröffnet, zum erfolgreichen Hauptschulabschluss, qualifizierenden Hauptschulabschluss und mittleren Bildungsabschluss.

Mit Hilfe der Mittelschulverbünde sichert das Kultusministerium trotz rückläufiger Schülerzahlen möglichst viele Standorte mit einem vielfältigen und qualitätsvollen Bildungsangebot.

"Wer an diesem erprobten und differenzierten Schulwesen leichtfertig rüttelt, setzt die erfolgreiche Zukunft unserer jungen Menschen aufs Spiel", warnt Minister Spaenle und verweist auch auf die Erfolge der Schülerinnen und Schüler in internationalen Vergleichen.

"Es ist uns in den jüngsten Jahren gelungen, die Durchlässigkeit zwischen den Schularten deutlich zu verbessern und die individuelle Förderung auch durch Ganztagsschulen intensiv auszubauen", warf der Kultusminister den Blick auf Maßnahmen, die die Chancengerechtigkeit für junge Menschen unabhängig vom Elternhaus im Bildungswesen erhöht. Hier werde er weiter arbeiten.

Beim Übertritt hat Minister Spaenle den Willen der Eltern gestärkt

Bei der Weiterentwicklung des Übertrittsverfahrens hatte Kultusminister Spaenle 2009 den Willen der Eltern gestärkt. Nach einer intensiven Beratung ab der 3. Jahrgangsstufe, der Übertrittsempfehlung durch die Grundschullehrkräfte und dem Probeunterricht haben die Eltern bis zu einer pädagogisch verantwortbaren Grenze die Letztentscheidung für den künftigen schulischen Weg ihrer Kinder. "Und dieser Weg wird nicht durch die Entscheidung gegen Ende der 4. Jahrgangsstufe endgültig festgelegt. Es gibt in der weiteren Schullaufbahn immer wieder Möglichkeiten, die Schulart zu wechseln und den zunächst erworbenen Abschluss um weitere Qualifikationen zu ergänzen." Minister Spaenle ergänzte: "Die frühe Beratung, die Entscheidungsmöglichkeit der Eltern und die zahlreichen Übergangsmöglichkeiten auch nach der 4. Jahrgangsstufe entlasten die Eltern in der konkreten Schulwahlsituation. Die Entscheidung am Ende der Grundschulzeit bestimmt in Bayern nicht über den endgültigen Bildungsgang",! fasst der Minister Ergebnisse der Neuordnung zusammen. "Allerdings beobachten wir die Situation für die Familien und Schulen sehr genau und führen eine zweite Erhebung zur Übertrittssituation an den Grundschulen durch." Nach einer Erhebung des Berliner Bildungsforschers Prof. Jürgen Baumert würde eine alleinige Elternentscheidung die Chancen der Kinder aus bildungsfernen Familien eher negativ beeinflussen.

Verlässlichkeit im Bildungswesen sichert Erfolg der Schülerschaft

Die grundlegende Stabilität des differenzierten Schulwesens ist bei durchaus bewussten, aber moderaten Reformen ein Grund für den Erfolg des bayerischen Schulwesens, betonte Minister. Dabei ist es unser Anliegen, dieses in einer Kultur des Dialogs mit allen beteiligten Personen weiterzuentwickeln. Als Beispiel dienen ihm die Dialogforen in allen Landkreisen und kreisfreien Städten.

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