Philologen-Verband NRW
Der Gipfel der Peinlichkeiten
Unverständnis wegen wiederholter Fehler beim Nachschreibtermin zum Zentralabitur-Grundkurs Mathematik
Mehr zu: Abschlussprüfungen, Mathematik, Nordrhein-Westfalen, Zentralabitur, SchuleDer nordrhein-westfälische Philologen-Verband ist in hohem Maße verärgert. Am heutigen Tag nehmen Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit eines Nachschreibtermins im Zentralabitur Grundkurs Mathematik wahr. Gestern musste zum wiederholten Male den Schulen mitgeteilt werden, dass eine der Abituraufgaben fehlerhaft ist. Eine entsprechende Korrektur wurde vorgenommen.
"Viele unserer Kolleginnen und Kollegen zeigen absolut kein Verständnis dafür, dass trotz mehrerer Aufgabenkommissionen und Kontrollgremien immer wieder Unkorrektheiten bei den Aufgaben im Fach Mathematik auftreten. Zu Recht sind sie ´stocksauer` darüber, dass ohne jede Differenzierung die Schülerinnen und Schüler den Nachschreibtermin wahrnehmen konnten, auch dann, wenn sie ursprünglich nicht eine der problematisch gestellten Aufgaben im Grundkursbereich bearbeitet hatten.
Der Philologen-Verband erwartet, dass mit aller Deutlichkeit auch die Mehrbelastung in den Schulen nicht auf Kosten der Kolleginnen und Kollegen geht. Längst ist ein eindeutiges Wort überfällig, dass den mehrfach böse mitgespielten Fachkolleginnen und –kollegen die entsprechende Korrekturzeit ohne jede Diskussion zur Verfügung gestellt wird. Sie fühlen sich ´verschaukelt`, wenn das Ministerium immer wieder Maßstäbe der Qualitätsanalyse an sie anlegt, selbst aber im hochwichtigen Bereich des Zentralabiturs unprofessionell und geradezu dilettantisch vorgeht.", kritisiert Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes, die Pannen im Zentralabitur 2011.
Der nordrhein-westfälische Philologen-Verband ist im Übrigen sehr erstaunt darüber, dass komplette Aufgaben, wie am gestrigen Tag geschehen, den Schulen über die normale Dienst-E-Mail zugeschickt werden und im nicht geschützten Bereich damit vielen zugänglich werden. Bei diesem Verfahren muss man zu Recht noch einmal die Sicherheitsstandards beim Zentralabitur in Nordrhein-Westfalen überprüfen!
"In Zeiten, in denen den Schulen immer wieder bei der Qualitätsanalyse Standards für guten Unterricht vorgehalten werden, muss sich das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen ernsthaft damit auseinandersetzen, ob das eigene Qualitätsmanagement beim Zentralabitur zufriedenstellend funktioniert. Die Ausweitung der Kontrollgruppen und auch die Einrichtung der sogenannten `Unabhängigen Expertenkommission` sind - so die Erfahrungen der letzten Jahre - nicht geeignet, zu fehlerfreien Aufgaben im Zentralabitur zu kommen", so Peter Silbernagel.
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Für Grün-Rote Bildungsideologen ist es ja auch viel wichtiger, wieder mal eine Strukturdiskussion vom Zaum zu brechen und alles in Richtung Einheitsschule umzukrempeln. Da bleibt für die Ausarbeitung von vernünftigen Abituraufgben keine Zeit. Sind ja nur die die ollen Gymnasiaten, die ohnehin nicht mehr erwünscht sind.
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