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Test

CHE-Studienkredit-Test 2011: Reibungsloser Übergang zum Master nicht überall garantiert

Mehr zu: BAföG, Studiengebühren, Studienkredite, Studienwahl, Hochschule
Gütersloh, 27.05.2011 -

Studierende, die ihr Bachelor-Studium ganz oder teilweise mit einem Studienkredit finanzieren, sollten sich von Anfang an eine klare Option auf eine Finanzierung des sich eventuell anschließenden Master-Studiums zusichern lassen.

Studienkredit-Verträge können seitens der Studierenden nicht in jedem Fall zu gleichen Konditionen für ein Master-Studium verlängert werden. Zu diesem Ergebnis kommt der sechste CHE-Studienkredit-Test, der 33 Studienkredite darstellt und aus Studierendensicht bewertet. Ulrich Müller, Projektleiter des CHE: "Gerade regionale Angebote, etwa Sparkassen und Raiffeisenbanken, garantieren in der Regel unkomplizierte Verlängerungsoptionen. Bei bundesweiten Angeboten erfolgt eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses dagegen häufig nur nach einer Einzelfallprüfung, etwa auf Basis der bisherigen Leistungen." Die Fortsetzung eines existierenden Vertrags für die Phase des folgenden Master-Studiums ist aber etwa bei dem KfW-Studienkredit und bei der "Deutsche Bildung Studienförderung" problemlos möglich.

Beim Übergang vom Bachelor- in das Master-Studium unterscheiden sich die Konditionen der Studienkredit-Angebote in einem weiteren Aspekt deutlich: Wird ein Studienkredit nur bis zum Bachelor in Anspruch genommen und der sich anschließende Master anderweitig finanziert (etwa durch ein Stipendium), beginnt in manchen Fällen bereits nach einer kurzen Karenzzeit die Tilgungsphase – während des Master-Studiums. Ulrich Müller: "Anbieter von Studienkrediten sollten sicherstellen, dass die Rückzahlungsverpflichtung erst nach dem Berufseintritt startet."

Der CHE-Studienkredit-Test wurde gemeinsam mit der Financial Times Deutschland zum sechsten Mal in aktualisierter Form erarbeitet und veröffentlicht. Er arbeitet anhand von 20 Kriterien differenziert die Vor- und Nachteile der existierenden Studienkreditangebote für verschiedene Zielgruppen heraus. Ulrich Müller: "Bei der Wahl eines Studienkredit-Angebotes reicht es nicht, auf den Zinssatz zu achten. Die Verwendungszwecke, Zielgruppen und Modalitäten unterscheiden sich deutlich." Der CHE-Studienkredit-Test dient v.a. interessierten Studierenden und Studieninteressierten als Entscheidungshilfe. Eine für diese Ausgabe verfeinerte Methodik und die Darstellung zusätzlicher Detailinformationen ermöglichen eine einzigartige Einschätzung der Marktlage vor dem Hintergrund der persönlichen Anforderungen.

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1 Kommentar (es gelten unsere Kommentarregeln)
von Leander Hollweg, am 30.05.2011, 13:30

Die Anschlussfinanzierung für ein Master-Studium ist weitaus problematischer, wenn zwischen Bachelor-Abschluss und Master-Studium einige Berufsjahre liegen. Dieses Studium wird dann von den Kreditgebern in der Regel als Weiterbildung angesehen und meist nicht finanziert. Zudem sind die nebenberuflich zu absolvierenden Master-Studiengänge oft kostenpflichtig und SEHR teuer. Die CHE-Studie thematisiert dieses Problem mit Lösungshinweisen im Textteil auf Seite 15.


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