Schule für alle
Bildungsministerin Münch eröffnet fünfte Regionalkonferenz zum Thema Inklusion in Cottbus
Mehr zu: Brandenburg, Heterogenität, Inklusion, Schulgesetz, SchuleWann: Dienstag, 31. Mai 2011, 16.00, 19.00 Uhr, Wo: Oberstufenzentrum II, Makarenkostraße 8, 03050 Cottbus, Was: Bildungsministerin Martina Münch eröffnet in Cottbus die fünfte Regionalkonferenz zum Thema Inklusion - Schule für alle.
Auf insgesamt sechs Regionalkonferenzen wird das Thema auf breiter Ebene mit allen an Bildung von Kindern und Jugendlichen Beteiligten diskutiert, mit Lehre-rinnen und Lehrern, Schulleitern, staatlichen Schulämtern, Erziehern, Schulträgern, Sozial- und Jugendhilfeträgern, Behindertenverbänden, Schüler- und Elternvertretern, Mitarbeitern von Sozial- und Jugendämtern und Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft. "Das Interesse an den Regionalkonferenzen ist enorm groß, die öffentliche Debatte längst in Gang", so Bildungsministerin Münch.
"Jede und jeder sind aufgefordert, sich auch jenseits der Regionalkonferenzen daran zu beteiligen." Im Mittelpunkt stehen Fragen, wie sich die Gesellschaft verändern muss, um den Weg zur Inklusion zu ebnen, und wie sich die Schulen darauf vorbereiten können, künftig Kinder und Jugendliche mit und ohne Förderbedarf gemeinsam zu unterrichten. Erste gute Erfahrungen einiger Schulen auf dem Weg zur "Schule für alle" sollen dabei als Anregung dienen.
Hintergrund der Regionalkonferenzen ist die "UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen", die die Bundesrepublik Deutschland Anfang 2009 ratifiziert hat. "Die UN-Behindertenkonvention stellt einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Rechte der Menschen mit Behinderungen dar. Das dort formulierte Ziel der Inklusion bedeutet, dass alle Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihren Voraussetzungen gemeinsam eine Schule besuchen", erklärt Bildungsministerin Martina Münch. "Bei der Umsetzung von Inklusion geht es nicht nur um die Veränderung von Rahmenbedingungen - es geht vielmehr um einen tief greifenden Bewusstseinswandel", macht Münch klar. "Das wesentliche Prinzip von Inklusion ist die Wertschätzung von Vielfalt - heterogene Gruppen werden der Normalfall, in der Gesellschaft wie in der Schule. Das bedeutet steigende Chancengerechtigkeit, denn gerade die Schülerinnen und Schüler mit dem sonderpädagogischen Förderbedarf "Lernen" sind in der Regel Kinder und Jugendliche aus Elternhäusern, die Unterstützung benötigen. Mein Ziel ist: Im Jahr 2019 soll kein Kind wegen eines besonderen Förderbedarfs im Lernen, in der sprachlichen Entwicklung oder im Verhalten seine Schule verlassen müssen."
Dazu werden bereits die ersten Weichen gestellt: Zu den ersten Schritten auf dem Weg zur "Schule für alle" gehört der weitere Ausbau des gemeinsamen Unterrichts von Kindern mit und ohne Behinderung. Schon jetzt werden fast 40 Prozent aller Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gemeinsam mit allen anderen unterrichtet. Um die Lehrkräfte bei diesem Prozess zu unterstützen, wird es im kommenden Schuljahr gezielte Fortbildungsangebote geben. Die nötigen schulgesetzlichen Änderungen werden bis zum Sommer 2013 erfolgen.
Die sechste und letzte Regionalkonferenz findet am 01. Juni 2011 in Neuruppin (Landkreis Ostprignitz-Ruppin) statt.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter: www.mbjs.brandenburg.de/sixcms/detail.php/bb1.c.248770.de
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