Hessisches Kultusministerium
Kultusministerin Dorothea Henzler auf Delegationsreise in der kanadischen Provinz New Brunswick
"Erfahrungen mit Inklusion auch für Entwicklung in Hessen bedeutsam"
Mehr zu: Hessen, Inklusion, SchuleGemeinsam mit den Obleuten des Kulturpolitischen Ausschusses des Hessischen Landtags hat Kultusministerin Dorothea Henzler in dieser Woche die kanadische Provinz New Brunswick besucht. Auf dem Programm standen Gespräche mit Kabinettsmitgliedern der Provinz, dem Bildungsministerium von New Brunswick sowie Besuche in Schulen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand das Thema Inklusion. New Brunswick besitzt seit 1986 ein inklusives Schulsystem.
Die Erfahrungen und Erkenntnisse, die Kanada mit dem Thema Inklusion seit Jahren macht, sind auch für die aktuellen Entwicklungen in Hessen von Bedeutung, sagte die Ministerin. Das Beispiel Kanada zeigt, dass Inklusion nur dann funktioniert, wenn alle an Schule Beteiligten den Prozess mitgestalten und auch mittragen. Das inklusive Schulsystem in New Brunswick baue auf eine hohe Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung. Resource Teachers würden speziell für die Herausforderungen des inklusiven Schulsystems und für die sonderpädagogischen Bedürfnisse der Förderschüler ausgebildet. Viele Schulen hätten zusätzliche Räumlichkeiten eingerichtet, um Kindern mit Förderbedarf Rückzugsmöglichkeiten und Betreuung zu garantieren.
Fünfundzwanzig Jahre nach Einführung der Inklusion habe aber, so die Ministerin, auch Kanada weiterhin Schwierigkeiten, Voraussetzungen zu garantieren, um jedem Kind die bestmögliche Förderung zu gewährleisten. Henzler sieht daher den Weg, den Hessen eingeschlagen hat, bestätigt. Wir geben dem Prinzip Gründlichkeit vor Schnelligkeit Vorzug.
Hessen werde den Anteil der Förderschullehrerstellen für ambulanten, präventiven und gemeinsamen Unterricht weiter ausbauen. Die 122 Sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentren (BFZ) sowie die 15 Inklusionsbeauftragten in den Regionen unterstützten die Schulleitungen der allgemeinen Schulleitungen durch Information und Beratung. Wichtig ist, dass bei allen politischen Maßnahmen das Wohl des einzelnen Kindes immer im Mittelpunkt steht, so Henzler.
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