Sächsisches Staatsministerium für Kultus
Sächsischer Bildungsplan hat sich bewährt
Mehr zu: Bildungspläne, Einschulung, Frühkindliche Bildung, Heterogenität, Lehrerbildung, Sachsen, SchuleDas Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport stellte heute (30. Mai 2011) in Dresden die Ergebnisse der Evaluierung des Sächsischen Bildungsplans und der Schuleingangsphase an sächsischen Grundschulen vor. Der 2005 eingeführte Bildungsplan liefert die verbindliche Grundlage für die Arbeit in den sächsischen Kindertageseinrichtungen.
"Mit dem Bildungsplan haben wir ein Perspektivwechsel vollzogen. Den Lern- und Schulalltag betrachten wir nun deutlicher aus den Augen der Kinder", erklärte Kultusminister Roland Wöller. Er machte zudem deutlich, dass Bildung nicht erst in der Schule beginnt. "Die ersten fünf-sechs Jahre eines Kindes sind entscheidend für den weiteren Bildungsweg, denn auf den Anfang kommt es an", so Wöller. Kinder im Kindergartenalter seien besonders wissbegierig und aufnahmefähig. "Es ist wichtig, die Neugier der Mädchen und Jungen zu wecken und weiter zu fördern, damit später das Lernen in der Schule Freude macht. Die Voraussetzungen dafür liefert der Bildungsplan", so Wöller.
Die nun vorliegenden Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung bestätigen die wesentlichen Inhalte und Ziele des Bildungsplanes. Positiv hervorgehoben wird die pädagogische Grundhaltung des Bildungsplanes, das Bildungsangebot als Einheit zu sehen, das kindliche Spiel und die Projektarbeit als Methode zentral herauszustellen, Überlegungen zur Gestaltung von Lernumgebungen zu bieten, Beobachtung und Dokumentation der Bildungsergebnisse auch unter Beteiligung der Kinder anzuregen.
"Die Ergebnisse bestätigen unseren eingeschlagenen Weg. Die Gewinner sind unsere Kinder", so der Minister. Er betonte aber zugleich: "Auf diesen Lorbeeren dürfen wir uns nicht ausruhen. Es gibt noch genug zu tun, um die Qualität in den sächsischen Kitas und bei der Schuleingangsphase zu verbessern." Die aus der Evaluation abgeleiteten Handlungsempfehlungen fordern dazu auf,
- einen stärkeren Bezug zum Grundschullehrplan zu entwickeln,
- weitere Fortbildungsmaßnahmen zur methodischen und didaktischen Umsetzung zu entwickeln und durchzuführen,
- die Kooperation mit den Eltern zu verstärken,
- die Qualitätssicherung in der frühkindlichen Bildung auszubauen und stärker zu koordinieren.
Darüber hinaus wird auf die Notwendigkeit verwiesen, die anspruchsvollen Aufgabenstellungen durch eine bessere personelle Ausstattung der Kindertageseinrichtungen zu unterstützen.
Positiv bewertet wird auch das Konzept der Schuleingangsphase in Sachsen, insbesondere die Vorbereitung der Kinder auf den Übergang an die Grundschule durch das Schulvorbereitungsjahr. Die Kooperation zwischen Kita und Grundschule hat sich an vielen Stellen gut entwickelt, jedoch ist das Gesamtbild noch recht heterogen. Die sehr unterschiedlichen Bedingungen ermöglichen kein landesweit einheitliches Vorgehen. Hier stehen Bemühungen zu einer höheren Verbindlichkeit der Zusammenarbeit zwischen Kita, Schule und Eltern an. So müssen zum Beispiel die Erfahrungen der Erzieherinnen stärker in die Grundschulpädagogik einfließen.
In seiner Rede bedankte sich der Minister vor allem bei den Erziehern: "Die guten Ergebnisse haben wir vor allem unseren Erziehern zu verdanken. Sie haben dem Bildungsplan Leben eingehaucht. Für dieses Engagement möchte ich mich bei den Pädagogen recht herzlich bedanken. Sie leisten hervorragende Arbeit"
Die Untersuchung erfolgte durch Prof. Ursula Carla und ihr Team von der Universität Bremen, Fachbereich Bildungs- und Erziehungswissenschaft.
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