Landesprogramm "Ausbildung jetzt" mit neuer Struktur
Bessere Unterstützung förderungsbedürftiger Jugendlicher – gezielte Hilfe für Unternehmen
Mehr zu: Duale Ausbildung, Saarland, Berufliche BildungAb heute arbeitet das Programm "Ausbildung jetzt" des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft mit einer neuen Struktur. Dabei liegt das Hauptaugenmerk noch stärker auf der Zielgruppe der förderungsbedürftigen Jugendlichen und deren Unterstützung bei der Vermittlung in und während der Ausbildung.
Auch die ausbildenden Betriebe werden bei ihrer Ausbildungsleistung unterstützt. Mit dabei sind zudem zwei neue, zusätzliche Bildungsträger. "Für den künftigen Erfolg der Saar-Wirtschaft ist es entscheidend, dass wir genügend qualifizierte Fach- und Führungskräfte in unserem Bundesland haben", so Dr. Christoph Hartmann, Minister für Wirtschaft und Wissenschaft. "Deshalb haben wir "Ausbildung jetzt" neu strukturiert und besser an die aktuelle Situation auf dem Lehrstellen- und Arbeitsmarkt angepasst. Um dem demografischen Wandel erfolgreich begegnen zu können, müssen wir unsere vorhandenen Potentiale optimal nutzen."
Der demografische Wandel stellt das Saarland vor eine ganz besondere Herausforderung: Bis 2020 wird die Zahl der unter 20-jährigen um 17,5 Prozent zurück gehen. Damit ist das Saarland vom demografischen Wandel stärker betroffen als alle anderen westdeutschen Bundesländer. Bereits im vergangenen Ausbildungsjahr standen 6.064 Bewerber 6.310 Ausbildungsstellen gegenüber - das entspricht 1,04 Stellen pro Bewerber. Eine finanzielle Anreizförderung für Unternehmen zur Schaffung von Ausbildungsplätzen ist nicht mehr erforderlich.
Vielmehr muss es darum gehen, genügend Jugendliche in die vorhandenen Lehrstellen zu vermitteln und so dem Bedarf der Wirtschaft zu begegnen. Deshalb richtet sich das neu strukturierte Landesprogramm insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene, die schulische und/oder soziale Defizite aufweisen beziehungsweise sozial benachteiligt sind. Ihnen soll für die Aufnahme und zum erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung besondere Unterstützung zukommen. Sie zu akquirieren und passgenau in Ausbildungsstellen zu vermitteln, wird im Rahmen des Landesprogramms Aufgabe der Bildungsträger sein. Zudem werden diese die Jugendlichen während der gesamten Ausbildungszeit individuell und intensiv sozialpädagogisch betreuen und, soweit erforderlich, bis zur Prüfung im notwendigen Umfang unterstützen. Auch Betriebe, die diese jungen Menschen ausbilden, erhalten Unterstützung und Entlastung durch die Bildungsträger – vom Auswahlverfahren über die Hilfe bei Formalien im Zusammenhang mit der Ausbildung bis hin zu Krisenintervention und Konfliktmanagement.
Im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens hat ein Beirat mit Vertretern der IHK, HWK, Arbeitskammer, Regionaldirektion Rheinland-Pfalz Saarland der Bundesagentur für Arbeit und des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft sechs Bildungsträger ausgewählt, die ein flächendeckendes Angebot vorhalten können.
Darunter sind die bisherigen Partner:
- Zentrum für Bildung und Beruf Saar gGmbH in Burbach (ZBB), Saarbrücken
- Diakonisches Werk an der Saar gGmbH (DW), Neunkirchen
- Verbundausbildung Untere Saar e.V. (VAUS), Dillingen
Christliche Erwachsenenbildung gGmbH (CEB), Merzig-Hilbringen
Neu hinzugekommen sind:
GSE des ASB mbH - Projektsteuerung Saarbrücken -, Illingen
- Arbeitsmarktinitiative St. Wendel e.V. (ArbiW), St. Wendel
Gleichzeitig unterstützt das Ministerium weiterhin Modellprojekte zur Vermittlung in Ausbildung ohne Umwege, aber auch zur Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung sowie zur qualitativen Verbesserung der Berufsausbildung.
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