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CHE

Abschlusskonferenz des U-Multirank-Projektes: Ergebnisse werden heute in Brüssel präsentiert

Mehr zu: Forschung, Ranking, Hochschule
Brüssel, 09.06.2011 -

Mit Förderung der EU-Kommission hat ein Netzwerk unter der Federführung von CHEPS und CHE ein alternatives Konzept für ein multi-dimensionales internationales Ranking entwickelt und in einer Pilotstudie auf seine Machbarkeit hin untersucht.

Die Ergebnisse des U-Multirank-Projektes werden am heutigen 9. Juni im Rahmen der Abschlusskonferenz in Brüssel vor mehr als 200 Teilnehmenden präsentiert und offiziell der EU-Kommission übergeben. Fazit: Das entwickelte Konzept eines multi-dimensionalen Rankings funktioniert auch im globalen Maßstab und kann viele Schwächen der bestehenden globalen Rankings überwinden. Bei dem abgeschlossenen U-Multirank-Projekt handelt es sich um eine Machbarkeitsstudie, die nicht in einem veröffentlichten Ranking resultiert.

Um ein sinnvolles internationales Ranking zu entwerfen, das auch die Vielfalt im Hochschulbereich jenseits der internationalen Forschungsuniversitäten abbildet, ist ein Konsortium mehrerer europäischer Einrichtungen angetreten, das von der EU Kommission ausgeschriebene Projekt zur "Entwicklung eines Konzeptes und zum Test der Machbarkeit eines multi-dimensionalen globalen Rankings" zu erarbeiten. Das alternative Konzept profitiert von den methodischen Vorarbeiten im CHE HochschulRanking und orientiert sich in vielen Grundelementen eng an der CHE Methodik: Das Ranking ist multi-dimensional und anstelle simplifizierender Gesamtwerte wird ein differenziertes Bild der Profile und Leistungsfähigkeit der Hochschulen gezeichnet; statt einzelner Rangplätze werden Ranggruppen vergeben.

In enger Anlehnung an ein ebenfalls von der EU-Kommission gefördertes Projekt zur Entwicklung einer europäischen Klassifikation der Hochschulen (U-Map) soll darüber hinaus ein Instrument entwickelt werden, das es erlaubt, zunächst auf der Basis institutioneller Profile der Hochschulen Gruppen von vergleichbaren Hochschulen zu identifizieren, die dann in einem Ranking miteinander verglichen werden. Diese Verknüpfung von institutionellen Profilen und multi-dimensionalem Ranking ermöglicht es, Exzellenz in verschiedenen Bereichen sichtbar zu machen.

Gero Federkeil, Rankingexperte im CHE und im U-MuItirank-Projekt, sagt: "Die Pilotstudie, an der sich rund 120 Hochschulen aus Europa und nicht-europäischen Ländern beteiligt haben, hat gezeigt, dass das Konzept tragfähig ist. Es funktioniert im internationalen Vergleich weitgehend ohne Probleme in den Dimensionen ´Lehre & Studium`, ´Forschung` und ´Internationale Orientierung`. Aber es gibt auch bei einigen Indikatoren Schwierigkeiten bezüglich der Verfügbarkeit und der Vergleichbarkeit von Daten, insbesondere bei der Messung von Aspekten des Wissenstranfers."

Als fünfte Dimension wurde das regionale Engagement von Hochschulen in den Hochschulvergleich einbezogen, das bislang noch nie in Rankings berücksichtigt wurde. Nur wenige Hochschulen konnten jedoch Daten zu Indikatoren wie z.B. der Zahl der Praktika ihrer Studierenden bei regionalen Arbeitgebern oder der Zahl der Abschlussarbeiten in Kooperation mit regionalen Organisationen machen. Das Projekt wurde unter Federführung von CHEPS (Center for Higher Education Policy Studies) und CHE Centrum für Hochschulentwicklung gemeinsam mit Bibliometrie-Experten des "Center for Science and Technology Studies" (CWTS) der Universität Leiden, mit Experten für Indikatoren zum Technologietransfer der Katholischen Universität Leuven sowie des "Observatoire des Sciences et des Techniques" (OST) aus Paris durchgeführt.

Die Abschlusskonferenz kann live mitverfolgt werden unter www.squarestream.tv/U-Multirank. Über Twitter können Fragen oder Eindrücke an die Konferenz übermittelt werden #umultirank.

Kontakt: Gero Federkeil, , 05241 976130

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