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Hessen

Zielvereinbarungen regeln Entwicklung der Hochschulen bis 2015

Staatsministerin Kühne-Hörmann: Meilenstein für Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen / Zeit- und Zielvorgaben für strategische Schwerpunkte

Mehr zu: Bildungsausgaben, Hessen, Hochschulgesetz, Hochschullehre, Hochschulmanagement, Hochschulpakt, Studienwahl, Studierendenzahlen, Hochschule
Wiesbaden, 15.06.2011 -

Die Erhöhung der Zahl der Studienplätze und die Qualitätssicherung von Forschung und Lehre sind zentrale strategische Schwerpunkte der Zielvereinbarungen für die Jahre 2011 bis 2015, die Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann und alle zwölf staatlichen Hochschulen heute im Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterzeichnet haben. Die Abmachungen waren in intensiven Beratungen mit den Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen erarbeitet und von dem Beratungsunternehmen PricewaterhouseCoopers begleitet worden. Die Hochschulen haben ihre bereits im Hochschulpakt 2011-2015 im Mai vorigen Jahres eingegangenen Verpflichtungen nun durch konkrete Zeit- und Zielvorgaben verbindlich festgelegt.

„Als Meilenstein in den Verhandlungen mit den Hochschulen betrachte ich die Installierung eines einheitlichen Berichtswesens als wichtige Informationsgrundlage sowohl für die Hochschulen selbst als auch für das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst“, hob Kühne-Hörmann hervor. Entsprechend dem von PricewaterhouseCoopers erarbeiteten Vorschlag soll das Berichtswesen als eine auch für die Hochschulpräsidien wichtige Orientierungs- und Informationshilfe ausgebaut werden, um dadurch auch die Vernetzung der hessischen Hochschulen untereinander zu fördern.

Dazu werden in standardisierter Form für alle drei Hochschulsparten – Universitäten, Fach- und Kunsthochschulen – Kernaussagen zu zentralen Themenbereichen wie Profil der jeweiligen Hochschule, Fachbereiche und Forschungsschwerpunkte, Zielsetzungen in Forschung und Lehre, Nachwuchsförderung, Querschnittsthemen und Hochschulbau formuliert und in einem noch festzulegenden Verfahren von den Hochschulen aktualisiert.

Die dabei abgebildete Schwerpunktsetzung hat nach den Worten der Ministerin für das wissenschaftliche Profil der Hochschulen eine nach wie vor zentrale Bedeutung: „Die Zielvereinbarungen stärken damit nicht zuletzt auch den Wissenschaftsstandort Hessen und tragen zur Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit der hessischen Hochschulen bei.“

Das Ministerium konnte bei den strategischen Schwerpunkten auf die von den Hochschulen eigenverantwortlich festgelegten Entwicklungspläne zurückgreifen. Als ein vorrangiges Ziel wurde vereinbart, die Zahl der Studienplätze zu erhöhen, um angesichts der steigenden Zahl von Studienberechtigten dem Bedürfnis nach Ausweitung der Kapazitäten Rechnung zu tragen. Auch für andere Schwerpunkte, wie Qualitätssicherung, Verbesserung der Studienorientierung und Verringerung von Studienabbruchquoten wurden weitestgehend belastbare Ziele mit konkreten Zeitvorgaben vereinbart.

„Ausgewählte strukturbildende Maßnahmen werden dabei im Rahmen einer Anschubfinanzierung aus dem so genannten Innovations- und Strukturentwicklungsbudget des Ministeriums finanziell gefördert“, sagte Ministerin Kühne-Hörmann, „denn ich möchte die strategische Positionierung der hessischen Hochschulen im bundesweiten Wettbewerb bestmöglich unterstützen.“

Die Hochschulen führen auch ihre spezifische Förderung von Wissenschaftlerinnen fort und verbessern dazu die Prozesse der Heranbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der Gewinnung von Professoren. Von einer strukturierten Förderung von Doktoranden und Postdoktoranden profitiert der wissenschaftliche Nachwuchs insgesamt.

Die in den Hochschulen gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen effektiv in Produkte, Verfahren und Unternehmenskonzepte umgesetzt werden. Existenzgründer aus Hochschulen werden gezielt gefördert. Der Wissens- und Technologietransfer, an dem Hochschulen, Wirtschaft und das Land beteiligt sind, wird intensiviert und transparenter gestaltet. Verstärkter Technologie- und Wissenstransfer wird nach den Worten von Kühne-Hörmann sowohl für Wirtschaftsunternehmen als auch für Hochschulen bei der Profilierung gegenüber einer internationalen Konkurrenz immer wichtiger.

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