Hamburger Lehrpreis 2011 verliehen
Begeisterung für gute Lehre wecken
Mehr zu: Auszeichnungen, Hamburg, Hochschullehre, HochschuleIm Rahmen einer Feierstunde hat Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt den Hamburger Lehrpreis 2011 verliehen. Ausgezeichnet wurden innovative Lehrleistungen oder Lehrvorträge von Professoren, Dozenten und wissenschaftlichen Mitarbeitern der sechs staatlichen Hamburger Hochschulen. 14 Einzelpreise über jeweils 10.000 Euro – je ein Preis pro Fakultät bzw. Hochschule – wurden vergeben, auch Teamleistungen wurden berücksichtigt. Insgesamt 17 Gewinnerinnen und Gewinner konnten sich über eine Urkunde und das Preisgeld freuen.
Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: "Begeisterung zu wecken, ist für mich das Wesentliche guter Lehre. Allen Preisträgerinnen und Preisträgern ist dies auf unterschiedlichste Weise in ihren Lehrveranstaltungen gelungen. Dazu gratuliere ich sehr herzlich. Es hat mich beeindruckt, mit welcher Leidenschaft in der Jury-Sitzung argumentiert wurde, und wie engagiert die Studierenden belegt haben, dass in dieser oder jenen Vorlesung ein Funke übergesprungen ist. Der Hamburger Lehrpreis ist somit nicht nur Lohn für zurückliegende Arbeit, sondern auch Ansporn für alle Lehrenden, qualitätsvolle und mitreißende Lehrveranstaltungen anzubieten."
Gewürdigt wurde zum Beispiel ein empirisches Lernprojekt, bei dem die Studierenden einen gesamten Forschungsprozess vom Antrag über die Datenerhebung bis hin zur Präsentation des Abschlussberichtes vor Fachpublikum durchlaufen. Auch das interdisziplinäre Geomatik-Projekt "Exkursion nach Sardinien" zur Erstellung von 3 D Landschafts- und Gebäudemodellen überzeugte die Jury. In der Lehrveranstaltung "Deutsch als Fremdsprache" verhalfen oftmals gerade die ausländischen Studierenden den deutschen Studierenden zu einem tieferen Sprachverständnis, "weil sie Regeln kennen, von denen einige Deutsche noch nie gehört haben", so Senatorin und Jury-Vorsitzende Dr. Stapelfeldt. Ebenso wurden Lehrende wegen ihrer hohen fachlichen und didaktischen Kompetenz oder für die Verknüpfung von Wissenschaft und Kunst gewürdigt.
Obwohl eine Fakultät auf die Nominierung von Kandidaten verzichtet hatte, wurden dennoch alle 14 Einzelpreise verliehen. Die Jury war von beiden nominierten Kandidaten der Hochschule für bildende Künste so begeistert, dass sie einstimmig entscheiden hat, an die Kunsthochschule in diesem Jahr zwei Preise zu vergeben.
Neben externen Juroren und den für den Bereich Lehre zuständigen Vizepräsidenten waren auch Vertreter der Studierenden in die Entscheidungsfindung eingebunden. Vorschlagsberechtigt für den Lehrpreis waren ausschließlich die Studierenden. Eine hochschulinterne Jury unter Beteiligung der Studierenden hat zunächst die Nominierungsvorschläge bewertet. Die beiden erstplatzierten Vorschläge wurden dann an ein hochschulübergreifendes Preisgericht unter dem Vorsitz der Senatorin für Wissenschaft und Forschung weitergeleitet. Dieses hat dann über die Gewinner entschieden.
Alle Preisträgerinnen und Preisträger des Hamburger Lehrpreises 2011 sowie eine kurze Begründung für ihre Auswahl sind in der Anlage (siehe rechte Spalte) aufgeführt.
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