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Nordrhein-Westfalen

Fortschritt NRW: Wissenschaftsministerin Schulze zeichnet Science-to-Business-Center der Evonik in Marl aus

Mehr zu: Drittmittel, Forschung, Nordrhein-Westfalen, Public Private Partnership, Wissenstransfer, Hochschule
Düsseldorf, 27.07.2011 -

Im Rahmen der Initiative "Fortschritt NRW" zeichnete heute Wissenschaftsministerin Svenja Schulze das Science-to-Business-Center der Evonik in Marl für seine herausragende Arbeit als "Ort des Fortschritts" aus. Das Science-to-Business-Center ist Teil der Creavis Technologies & Innovation, einer Forschungs- und Entwicklungseinheit von Evonik Industries.

"Die Integration aller Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten entlang der Wertschöpfungskette, von der Grundlagenforschung über die Produktentwicklung bis hin zur Pilotproduktion unter einem Dach ist beeindruckend. Hier werden vorbildlich Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft entwickelt. Das ist nachhaltiger und innovativer Fortschritt "made in NRW", kommentiert Wissenschaftsministerin Schulze die Entscheidung.

"Wir freuen uns über das Gütesiegel der rot-grünen Landesregierung und danken der Ministerin herzlich für diese Auszeichnung", sagte Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender von Evonik. "Der Titel zeigt, dass wir aus dem Herzen Nordrhein-Westfalens heraus eine wichtige Innovationskraft entwickelt haben. Diese ist die Basis für den Erfolg der Industrie an Rhein und Ruhr und damit für zukunftssichere Arbeitsplätze. Dem "Fortschritt made in NRW" gehört die Zukunft, wenn Politik, Gewerkschaft und Wissenschaft die Wirtschaft auf diesem Kurs unterstützen", so Engel weiter.

Im Science-to-Business-Center Nanotronics werden unter anderem lösungsbasierte Formulierungen und Prozesse für elektronische Anwendungen entwickelt. Ziel ist es, aufwendige und kostspielige Beschichtungs- und Strukturierungstechnologien durch günstige Druck- und Beschichtungsprozesse zu ersetzen.

Auf Basis von Kohlestofffasern forscht die Creavis beispielsweise an neuartigen Leichtbaukonzepten für Kraftfahrzeuge. Bisher wurde ein niedriges Gewicht von Kraftfahrzeugen, unter anderem durch dünnere Bleche, erreicht. Diese Möglichkeiten sind mittlerweile zum großen Teil erschöpft. Ziel der Leichtbaukonzepte ist es, mehr als 40 % des Gewichts im Vergleich zu herkömmlichen metallbasierten Konstruktionen einzusparen.

Im Bereich der Biotechnologie arbeitet die Creavis an neuen, kostengünstigen Verfahren zur Produktion bereits bestehender chemischer Produkte. Diese finden sich unter anderem in der Körperpflege- oder Kosmetikindustrie wieder. Durch energieeffizientere, biotechnologische Produktionsverfahren wird gleichzeitig der CO2-Ausstoß gegenüber herkömmlichen Prozessen reduziert.

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zeigte sich beeindruckt von der Bandbreite der bearbeiteten Themen und den konstant guten Forschungsleistungen: "Creavis Technologies & Innovation ist ein echter Ort des Fortschritts", so die Wissenschaftsministerin.

Die Initiative "Fortschritt NRW": Ziel der Initiative des nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministeriums ist es, Fortschritt sichtbar zu machen und einen breiten gesellschaftlichen Diskurs über einen modernen Fortschrittsbegriff anzustoßen, der ökonomische, ökologische und soziale Aspekte einbezieht. Als so genannte "Orte des Fortschritts" werden Einrichtungen und Initiativen ausgezeichnet, die sich durch eine herausragende technologische Expertise und eine ökologischen und sozialen Grundsätzen verpflichtete Forschung profiliert haben.

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