Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt
Kultusminister Stephan Dorgerloh: Bildungsmonitor unterstreicht bekannte bildungspolitische Aufgaben
Mehr zu: Bildungsausgaben, Bildungsbericht, Bildungschancen, Bildungsmonitor, Föderalismus, Hauptschule, Sachsen-Anhalt, SonderthemenDer heute vorgestellte "Bildungsmonitor 2011" des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln unterstreicht nach Ansicht von Kultusminister Stephan Dorgerloh einige bildungspolitische Aufgaben, vor denen Sachsen-Anhalt steht. So bestehe in der Tat wie in der Studie aufgezeigt Nachholbedarf bei den Ganztagsschulen. "Wir wollen die Ganztagsschulangebote verbessern und ihre Zahl deutlich ausbauen", sagte der Minister. In Sachsen-Anhalt gibt es derzeit 88 öffentliche Ganztagsschulen.
Als eine vorrangige Aufgabe sieht der Minister an, die Zahl der Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss sowie der Schülerinnen und Schüler an Förderschulen zu senken. "Wir müssen insgesamt für mehr Bildungsgerechtigkeit sorgen", sagte er und nannte die Einführung von Gemeinschaftsschulen auf freiwilliger Basis als ein Beispiel.
Auch die laut Bildungsmonitor "relativ unausgewogene" Altersstruktur der Lehrkräfte sei ein wichtiges Aufgabenfeld, so Dorgerloh. Mit erhöhten Kapazitäten bei den Plätzen für das Lehramtsstudium und den Vorbereitungsdienst sowie bei den Lehrerstellen seien aber bereits die richtigen Weichen dafür gestellt worden, mehr junge Lehrkräfte in den Dienst zu bringen. Der Kultusminister verwahrte sich allerdings dagegen, die Altersstruktur der Lehrkräfte wie in der Studie als Kriterium für "Inputeffizienz" heranzuziehen: "Das Alter einer Lehrkraft sagt überhaupt nichts über die Qualität ihres Unterrichts aus."
Dorgerloh betonte in diesem Zusammenhang, dass der Bildungsmonitor keine Bildungsanalyse, sondern ein bildungsökonomisch ausgerichteter Ländervergleich sei. Der im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft erstellte Bericht geht der Frage nach, inwieweit Verbesserungen im Bildungssystem zu mehr Wachstum beitragen können. Dazu werden bekannte, öffentlich zugängliche Statistiken herangezogen, im aktuellen Bericht überwiegend aus dem Jahr 2009.
Im "Bildungsmonitor 2011" wird Sachsen-Anhalt im Bundesvergleich ein 9. Platz bescheinigt. In der Punktzahl hat das Land gegenüber dem Vorjahr zugelegt. "Wir dürfen nicht in unseren Anstrengungen nachlassen, uns weiter zu verbessern", sagte Dorgerloh.
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