GEW Nordrhein-Westfalen
Inklusive Schule ist die Schule der Zukunft
GEW fordert mehr Ressourcen und gute Fortbildung
Mehr zu: Bildungsausgaben, Bildungschancen, Förderunterricht, Handikap, Inklusion, Lehrerzimmer, Nordrhein-Westfalen, SchuleDie GEW erwartet von der Schulpolitik der Landesregierung, dass die Beschäftigten bei den anstehenden Veränderungsprozessen mitgenommen werden. Generelle Zustimmung signalisiert die GEW beim Thema Inklusion. Das Ziel, in den nächsten 10 Jahren 85% der Schüler in NRW in inklusiven Schulen zu unterrichten, sei zwar ehrgeizig, aber machbar. Voraussetzung sei aber, genügend Ressourcen und ausreichend Personal für dieses Reformprojekt vorzuhalten. Der Nachholbedarf sei groß. Jüngsten Meldungen zufolge gehört NRW deutschlandweit zu den Schlusslichtern beim gemeinsamen Unterricht in der Sekundarstufe I, die Quote beträgt 11%.
"Wenn die inklusive Schule die Schule der Zukunft ist, dann kann sie nur dann eine erfolgreiche Schule werden, wenn Lehrerinnen und Lehrer mehr Zeit und gute, umfassende Fortbildung für diese neue Aufgabe bekommen", erklärte GEW-Landesvorsitzende Dorothea Schäfer als Reaktion auf die Pressekonferenz von Schulministerin Löhrmann zu Beginn des neuen Schuljahres. "Kleinere Klassen und doppelt besetzte Lerngruppen sind notwendig, wenn Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf mit den anderen Kindern gemeinsam lernen sollen." Die dafür notwendigen zusätzlichen Ressourcen sind erforderlich, um mehr Chancengleichheit im Bildungssystem zu verwirklichen.
Positiv bewertet die GEW, dass im sogenannten Schulkonsens auch die Absicht formuliert ist, die Klassengrößen in allen Schulformen schrittweise zu senken.
Im Zusammenhang mit den enormen Umwälzungen im Schulsystem fordert die GEW eine nachhaltige Verbesserung der Lehrerfortbildung in NRW. Die GEW erwartet von der Landesregierung die Neugründung des Lehrerfortbildungsinstituts mit zentralen Steuerungsfunktionen. Eine Kommission soll zentrale Qualitätsstandards für Fortbildungen entwickeln.
GEW-Plakatkampagne zum neuen Schuljahr: "Hindernisse abbauen, Inklusion möglich machen"
Zum Schuljahresbeginn plant die GEW eine Plakatkampagne in den gut 6000 Lehrerzimmern in NRW. Im Begleittext heißt es: "Die inklusive Schule ist die Schule der Zukunft. Wir wollen, dass sie auch ein Erfolgsprojekt der Lehrerinnen und Lehrer wird. Lehrerinnen und Lehrer brauchen mehr Zeit und gute Fortbildung. Schulen brauchen passende Unterstützung und mehr Ressourcen."
Ansprechpartner
Von Plakaten wird der Unterricht auch nicht besser. Es ist eine Katastrophe die Kinder ins Normalschulsystem zu schicken ohne dass die entsprechenden Rossourcen verhanden sind.
Hochschule
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