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Gleichstellung

Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards: Deutliche Fortschritte bei der Umsetzung

Zwischenberichte der DFG-Mitglieder und Bewertungen jetzt im Internet veröffentlicht

Mehr zu: Gleichstellung, Hochschule
Bonn, 05.09.2011 -

Die Mitglieder der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) haben bei der Umsetzung ihrer Selbstverpflichtung zu den "Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards" deutliche Fortschritte erzielt. Dies belegen die Zwischenberichte der Mitgliedseinrichtungen und deren Bewertungen durch eine von der Mitgliederversammlung der DFG eingesetzte Arbeitsgruppe, die nun auf der Website der DFG veröffentlicht worden sind.

Sie geben einen umfassenden Einblick in die Gleichstellungsstrukturen der deutschen Hochschullandschaft. "Sehr viele Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen haben seit der ersten Erhebung im Jahr 2009 einen großen Schritt nach vorne getan", hebt DFG-Vizepräsident Professor Ferdi Schüth als Leiter der Arbeitsgruppe hervor. "So wird Gleichstellung nun fast durchgängig als Leitungsaufgabe erkannt und implementiert."

Im Jahr 2008 hatte die überwältigende Mehrheit der Mitglieder der DFG die Einführung und Umsetzung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards beschlossen. Dazu gehört die Verpflichtung, 2009, 2011 und 2013 insgesamt drei Berichte zur Umsetzung struktureller und personeller Maßnahmen vorzulegen. Im Jahr 2009 hatte die Mitgliederversammlung aus ihrem Kreis die Arbeitsgruppe "Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards" eingesetzt, die mit der Bewertung dieser Berichte betraut wurde und den Umsetzungsprozess begleitet und unterstützt.

Der Arbeitsgruppe lagen Anfang 2011 in einer zweiten Runde 69 Berichte aus dem Kreis der Mitglieder zur Bewertung vor. Sie wertete diese aus und ordnete sie jeweils einem "Stadium zur Umsetzung" zu. Die Bewertungen reichen von "Stadium 1 – "Erste Schritte zur Umsetzung wurden eingeleitet" bis zu "Stadium 4 – "Ein bereits erfolgreich etabliertes Konzept wird weitergeführt und durch weitere innovative Ansätze ergänzt". Die Information darüber, in welchem Stadium sich eine Hochschule befindet, fließt mit in die Förderentscheidung über Anträge in koordinierten Verfahren der DFG ein, also bei der Exzellenzinitiative, Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs.

Die Ergebnisse der zweiten Berichtsrunde zeigen eine insgesamt sehr positive Tendenz: So steigerte sich die Zahl der Konzepte, die das höchste Stadium erreichten, seit der letzten Berichtsrunde von zwölf auf zwanzig. Zu dieser Kategorie gehören nun neben der RWTH Aachen, der FU Berlin, der HU zu Berlin, der Universität Bielefeld, der Universität Bremen, der Universität Duisburg-Essen, der Universität Freiburg, der Universität Göttingen, der Universität Hamburg, der Universität Paderborn, der Universität Tübingen auch die folgenden Hochschulen: TU Berlin, TU Dortmund, Universität Frankfurt/M., Universität Konstanz, Universität Münster, Universität Oldenburg, Universität Osnabrück, Universität Siegen, Universität Trier.

Für die Abschlussberichte 2013 sieht die Arbeitsgruppe Verbesserungspotenzial in noch vollständigeren und schlüssigeren Daten und in einer engeren Zusammenarbeit zwischen zentralen und dezentralen Ebenen der Einrichtungen. Die Abschlussberichte werden der Arbeitsgruppe Anfang 2013 vorgelegt.

Weiterführende Informationen

Informationen rund um die Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards sowie die Zwischenberichte und deren Bewertung bietet die Internetseite www.dfg.de/gleichstellungsstandards.

Ansprechpartnerinnen zum Thema "Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards" in der Gruppe Qualitätssicherung und Verfahrensentwicklung der DFG-Geschäftsstelle:

Eva Reichwein, Tel. +49 228 885-2852, Eva.Reichwein@dfg.de

Dr. Barbara Riesche, Tel. +49 228 885-2841, Barbara.Riesche@dfg.de

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