Bündnis 90/Die Grünen
OECD-Bericht: "Bildungsrepublik" bleibt Schönfärberei
Mehr zu: Bildungsausgaben, Bildungsbericht, Kooperationsverbot, OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", Schavan, SonderthemenZum heute erschienenen OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2011" erklärt Kai Gehring, Sprecher für Bildungs- und Hochschulpolitik:
Das OECD-Zeugnis enthüllt Schavans "Bildungsrepublik" als Schönfärberei und Wunschdenken: Es mangelt an Fachkräften und an Chancen zum sozialen Aufstieg durch Bildung.
Die OECD belegt, dass Deutschland meilenweit davon entfernt ist, 10 Prozent des Bruttoinlandsproduktes für Bildung und Forschung auszugeben. Im internationalen Vergleich hinken wir weiter hinterher, weil 2009 nur 5,2 Prozent des BIP in die Bildung flossen. Statt Nabelschau und Selbstbeweihräucherung der Bundesbildungsministerin brauchen wir einen gesamtstaatlichen Kraftakt, der die Unterfinanzierung des Bildungssystems beseitigt und für mehr Aufstieg sorgt. Diese nationale Aufgabe müssen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam angehen. Um das 10-Prozent-Ziel und einen neuen Bildungsaufbruch zu erreichen, muss das widersinnige Kooperationsverbot im Grundgesetz aufgehoben werden.
Wir brauchen mehr Menschen mit Meister-Brief und Hochschulabschluss, um die Fachkräftelücke endlich zu schließen statt weiter aufzureißen. Der Zuwachs an Studienberechtigten muss nicht nur zu mehr Studienanfängern, sondern endlich zu nachhaltig steigenden Absolventenzahlen führen. Wer die viel zu hohen Abbruchquoten senken will, muss in Kita- und Schulqualität sowie bessere Ausbildungs- und Studienbedingungen investieren. Der Hochschulpakt muss zu einem Pakt für Qualität in Lehre und Studium ausgebaut werden. Außerdem brauchen wir eine stärkere Studienfinanzierung durch den Ausbau des BAföG zu einem Zwei-Säulen-Modell.
Eine echte Bildungsrepublik darf sich keine Bildungsverlierer leisten, sondern muss alle Talente und Potenziale heben und individuell fördern. Gerade für Arbeiter- und Migrantenkinder müssen Bildungsblockaden behoben werden. Es ist zudem skandalös, dass sich gute Bildung für Frauen viel weniger auszahlt als für Männer: Bei gleicher Qualifikation ist der Einkommensunterschied noch immer einer der höchsten in allen OECD-Ländern. Bildungsministerin Schavan sollte diese Zahlen dringend ihrer Kollegin Schröder erklären, damit diese endlich ihren Widerstand gegen klare gesetzliche Regelungen aufgibt.
Die Fraktionspressestelle auf Twitter: twitter.com/#gruensprecher
Büro Kai Gehring MdB
Mitglied des Bundestages
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Sprecher für Bildungs- und Hochschulpolitik
Platz der Republik 1/ 11011 Berlin
Tel: 030 227-74501/ Fax: 030 227-76642
Ansprechpartner
Hochschule
Elixiere der Exzellenz
25.05.2012. (Deutsche Universitätszeitung) Sie sind die Zukunftshoffnung mancher Universitäten: die Institutes for Advanced Studies. Konzipiert als Kreativlabore der Spitzenforschung, leben einige von ihnen vom Geld der Exzellenzinitiative. Doch was wird, wenn diese Quelle im Jahr 2017 versiegt und der Bund ...Schule
Sitzen bleiben bringt nichts
25.05.2012. (red/ots) - In vielen Familien leuchtet in diesen Wochen die Alarmstufe Rot. Der Grund: Bald gibt es Zeugnisse - und bei manchen droht die "Ehrenrunde". Genau diese würde Klaus Wenzel gern abschaffen. Warum erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes im Interview mit ...Sonderthemen
Inklusionsfilm heute im Ersten
23.05.2012. (red/pm) Nach seiner erfolgreichen Ausstrahlung im vergangenen Dezember auf BR-alpha wird der Film INKLUSION – GEMEINSAM ANDERS nun auch im Ersten gezeigt, und zwar heute um 20:15 Uhr. Paul (Max von der Groeben) ist ein sportlicher, aber geistig leicht zurückgebliebener Junge. Steffi (Paula ...- Thüringen "Deutschland muss mehr in Bildung investieren"
- DSW zur OECD-Studie Licht und Schatten
- HRK zur OECD-Studie "Bildungsinvestitionen bringen Rendite für alle"
- VBE zur OECD-Studie Ausgaben für Bildung weiter gesunken
- GEW zur OECD-Studie "Deutschland kommt im Bildungswesen nicht voran"
- KMK zur OECD-Studie In Deutschland lohnt sich Bildung ganz besonders
- Bildung auf einen Blick Kaum mehr Hochqualifizierte in Deutschland
- Berlin K/W Berlin zeigt viele Stärken
- Berlin Bildung hat in Berlin Priorität
- „Von 1965 bis 1975 gab es den Deutschen Bildungsrat. Dieser wurde von den Politikern aufgelöst, als er zu fortschrittlich wurde ....“
- MRotermund zu Nationaler Bildungsrat gefordert
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|







Interviews -



Newsletter
Feedback