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DPhV zum OECD-Bericht

DPhV zum OECD-Bericht "Education at a glance": Schwarzmalen hilft nicht weiter!

Mehr zu: Bildungsbericht, OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", Sonderthemen
Berlin, 14.09.2011 -

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) hält die Pauschalkritik am deutschen Bildungswesen, wie sie aus der neuen OECD-Studie "Education at a glance" hervorgeht, für überzogen und ist sich darin mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW Köln) einig. Das Institut hatte dem OECD-Bildungsbericht vorgeworfen, einerseits die rapide Erhöhung der Hochschulabsolventenquoten von 2000 (16 Prozent) bis 2009 (31 Prozent) nicht zur Kenntnis zu nehmen sowie zu negieren, dass in Deutschland gerade über die duale Ausbildung und die Berufliche Bildung hohe Kompetenzen aufgebaut werden. Eine Krankenschwester in Deutschland habe mindestens gleich hohe Kompetenzen wie ihre Kollegin in den USA, obwohl hierzulande dazu kein Studium nötig ist.

Der Bundesvorsitzende des DPhV, Heinz-Peter Meidinger, kritisierte die undifferenzierte Orientierung der OECD an Studierendenquoten, während Qualitätsaspekte wie etwa die statistisch signifikante Verbesserung der PISA-Ergebnisse in Deutschland von 2000 bis 2009 kaum gewürdigt werde. So gehöre Deutschland zu den ganz wenigen Staaten im PISA-Vergleich, die sich aus dem Mittelfeld in das obere Drittel vorgearbeitet hätten. Eigenartig sei ferner, so der Verbandsvorsitzende weiter, dass die OECD einerseits die Studierendenquoten als zu gering kritisiert, gleichzeitig aber auch feststellt, dass im Vergleich zum Primarbereich für Studierende zu viel ausgegeben wird.

"Natürlich gibt es nach wie vor Defizite und Optimierungsmöglichkeiten im deutschen Bildungswesen. Die undifferenzierte Pauschalkritik von Herrn Schleicher nährt aber den Verdacht, dass diese politisch-ideologisch und nicht sachlich motiviert ist", so Meidinger.

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