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Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich 2011: Berlin zeigt viele Stärken

Mehr zu: Berlin, Bildungsbericht, OECD-Studie "Bildung auf einen Blick", Statistik, Sonderthemen
Berlin, 14.09.2011 -

Heute veröffentlichten die statistischen Ämter des Bundes und der Länder gemäß den Indikatoren der OECD in der Veröffentlichung "Education at a glance" Berechnungen für die einzelnen Bundesländer. Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Die Auswertung der Bildungsindikatoren zeigt, dass Berlin in den Bereichen besonders stark ist, wo die OECD Deutschland Schwächen attestiert hat. So schaffen wir es, z.B. eine Vielzahl an Hochqualifizierten auszubilden. Berlin hat kein Talente-Problem." Die gestern veröffentlichte OECD-Studie hatte kritisiert, dass in Deutschland nur jeder vierte junge Erwachsene einen Hoch- oder Fachschulabschluss erwirbt.

Die Stärken Berlins liegen im Bezugsjahr 2009 z.B. in folgenden Bereichen (andere Jahreszahlen sind gekennzeichnet):

  • Mit über 35 % hat Berlin den höchsten prozentualen Anteil in der Bevölkerung mit einem universitären oder Hochschulabschluss. (OECD-Mittelwert 29 %, deutscher Mittelwert 26 %); (Abb. A 1.1a, S. 19)
  • Bei Studienanfängern in den MINT-Fächern liegt Berlin mit 12,6 % über dem OECD-Mittelwert von 9,2 %, aber auch über dem deutschen Mittelwert von 11,7 %; (Abb. A4.2; S. 39)
  • Berlin steht an zweiter Stelle bei den Ausgaben für Bildungseinrichtungen pro Schüler/-in und Studierende mit 8500 US-$ (2008) (OECD-Durchschnitt 7200 US-$, deutscher Durchschnitt 7400 US-$); (Abb. B1.1a, S. 67)
  • Die Studienanfängerquote liegt mit rund 55 % bundesweit an dritter Stelle über dem deutschen Durchschnitt mit 40 %, und nur knapp unter dem OECD-Durchschnitt von 60 %; (Abb. C 2.1a, S. 89)
  • Die Stadt verfügt über ein günstiges Schüler-Lehrkräfte-Verhältnis im Primarbereich der öffentlichen Schulen mit einer Quote von 15,9, während der deutsche Mittelwert 17,6 beträgt. Ebenso im Sekundarbereich I mit 12,9, während der Bundesdurchschnitt 15,1 liegt(Abb. D 2.2a, S. 119)
  • Das Studierende-Lehrkräfte-Verhältnis im universitären und Hochschulbereich ist mit einer Quote von10,8 komfortabler als der Bundesdurchschnitt von 11,5. (OECD-Durchschnitt 15,7) (Abb. D 2.2b, S. 121)

"Die Stärken, die die Auswertung der Bildungsindikatoren im Ländervergleich für Berlin im Jahr 2009 ergeben haben, konnten in den letzten Jahren weiter ausgebaut werden", sagte Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner und verwies auf die gestern veröffentlichte Ländervergleichsanalyse der Senatsbildungsverwaltung, die online abrufbar ist unter www.berlin.de/sen/bildung/bildungspolitik. "Wir stehen aber weiterhin vor großen Herausforderungen und müssen Anstrengungen unternehmen, um z.B. die Absolventenquote in den MINT-Fächern sowie die Beschäftigtenquote über alle Bildungsbereiche zu erhöhen."

Trotz zahlreicher Stärken attestiert die Auswertung der statistischen Ämter Berlin auch Schwächen im Jahr 2009 u.a.:

  • Die Absolventenquote in den Mint-Fächern liegt mit 39,3 % leicht unter dem OECD-Durchschnitt von 40,6 % sowie unter dem deutschen Durchschnitt von 43,8 %; (Abb. Abb. A 4.3a, S. 45)
  • Die Beschäftigungsquote der 25-64-Jährigen mit Abschluss im tertiären Bereich liegt mit 83,5 % unter dem deutschen Durchschnitt mit 86,4 %; (Abb. A7.1a, S. 49)
  • Berlin verfügt über die geringste Beschäftigungsquote über alle Bildungsbereiche der 25-64-Jährigen mit 72,2 % bei den Männern, mit 67,7 % bei den Frauen (deutscher Mittelwert Männer 81,3 %, Frauen 69,4 %, OECD-Durchschnitt Männer 80,5 %, Frauen 65,0); (Abb. A7.1b, S. 49)
  • Die Stadt hat bundesweit den höchsten Anteil von Lehrkräften über 50 Lebensjahre und älter im Primarbereich; (Abb. D 7.1, S. 123)

Der Ländervergleich erfasst die bisher bekannten Berliner Stärken und Schwächen, wie sie bereits in der Vergangenheit in der KMK-Statistik "Bildung in Deutschland", im Bildungsfinanzbericht oder aber in der Veröffentlichung "Bildung in Berlin und Brandenburg" veröffentlich wurden.

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