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Baden-Württemberg

Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich

Wissenschaftsministerin Bauer: Im Südwesten sehr viel Licht, aber auch Schatten

Mehr zu: Baden-Württemberg, Bildungsbericht, Statistik, Hochschule
Stuttgart, 14.09.2011 -

"Das Hochschulsystem in Baden-Württemberg schneidet im bundesweiten Vergleich sehr gut ab. Es gibt aber nicht nur sehr viel Licht, sondern auch Schatten. Wir müssen uns weiter steigern". Dies sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer zu der heute veröffentlichten Studie "Internationale Bildungsindikatoren 2011 im Ländervergleich", die eine Auswahl von Indikatoren der OECD-Studie "Education At A Glance" für die Bundesländer enthält.

Als erfreulich bezeichnete es die Ministerin, dass Baden-Württemberg in vielen Bereichen im nationalen Vergleich einen vorderen Rang einnehme. So hätten 2009 überdurchschnittlich viele Baden-Württemberger zwischen 25 und 34 Jahren einen Hochschulabschluss; auch bei der Studienanfängerquote und bei der Absolventenquote liege Baden-Württemberg 2009 über dem Durchschnitt, beim Anteil an Hochschulabsolventen im Bereich Naturwissenschaften sogar über dem OECD-Durchschnitt. Gleiches gelte für die Betreuungsrelation an den Hochschulen.

"Baden-Württemberg hat ein leistungsstarkes Hochschulsystem und braucht den nationalen Vergleich nicht zu scheuen. Wir dürfen jedoch nicht stehen bleiben. Insbesondere brauchen wir als hochtechnisiertes Land auf Dauer mehr Fachkräfte mit Hochschulabschluss", so die Ministerin. Häufig zeige sich, dass die Werte des Landes zwar über dem Bundesdurchschnitt, aber unter dem OECD-Durchschnitt liege. Auch wenn das deutsche Hochschulsystem mit den Systemen anderer Länder nicht immer in vollem Umfang vergleichbar sei, zeige sich, dass es Potential für weitere Steigerungen gebe, sagte Bauer.

Nicht hinnehmbar ist der Ministerin zufolge, dass an Hochschulen in Baden-Württemberg nur 33 Prozent der Lehrkräfte Frauen sind. Dies ist im nationalen Vergleich der geringste Frauenanteil. "Wir können es uns nicht leisten, auf das Potential von Frauen in der Wissenschaft zu verzichten. Hier muss viel nachgeholt werden", so die Ministerin.

Weitere Informationen:
www.statistik-bw.de/Pressemitt/2011324.asp

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