Ministerium für Bildung des Saarlandes
Rund 1.500 saarländische Viertklässler erwerben international anerkanntes Sprachenzertifikat des französischen Staates
Mehr zu: Fremdsprachen, Grundschule, Saarland, Schule"Das Sprachenkonzept Saarland 2011 trägt erste Früchte. Am Ende des Schuljahres 2010/2011 haben rund 1.500 saarländische Viertklässler ein international anerkanntes Sprachenzertifikat des französischen Staates, das DELF-Prim-Zertifikat, kostenlos erworben", verkündete der Minister für Bildung des Saarlandes, Klaus Kessler, heute Nachmittag auf einem Kolloquium des Sprachenrates Saar in Saarbrücken.
"Die Auswertungen der DELF-Prim-Prüfungen belegen, dass die Schülerinnen und Schüler beeindruckende Leistungen in den Bereichen Hörverstehen, Sprechen, Lesen und Schreiben erbracht haben. Dies ist auch ein Beweis dafür, dass wir im Saarland bereits in den Kindergärten und den ersten Grundschuljahren ein gutes Fundament für den weiterführenden Französischunterricht gelegt haben", unterstrich der Minister. Besonders erfreulich seien die Rückmeldungen der Lehrkräfte, die das DELF-Prim an den saarländischen Grundschulen durchgeführt haben. "Die Lehrerinnen und Lehrer haben hervorgehoben, dass die Viertklässler mit viel Spaß an den DELF-Prim-Vorbereitungen teilgenommen haben und sehr stolz darauf waren, zeigen zu können, was sie in Französisch gelernt haben", so Kessler.
Die Qualitätssicherung des Französischunterrichts in der Grundschule ist ein wichtiges Anliegen des Ende 2010 verabschiedeten Sprachenkonzepts Saarland 2011. Die Anschlussfähigkeit an der Schnittstelle Grundschule-weiterführende Schule zu gewährleisten, spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Hier leistet das DELF-Prim-Zertifikat einen bedeutenden Beitrag. Normalerweise sind die Prüfungen zu diesem Sprachenzertifikat kostenpflichtig. Nur im Saarland wird allen Viertklässlern, die Französisch ab der 1. Klasse lernen, die Chance eröffnet, das DELF-Prim kostenlos zu erwerben. Ermöglicht wird dieses weltweit einmalige Angebot durch eine Kooperationsvereinbarung mit dem französischen Staat, die am 29. Juni 2010 in der Staatskanzlei des Saarlandes von Bildungsminister Klaus Kessler und dem Leiter der Kulturabteilung der franzöischen Botschaft in Deutschland, Charles Malinas, unterzeichnet wurde. Die Vereinbarung sieht vor, dass das saarländische Bildungsministerium vielfältige Aufgaben wie beispielsweise den Druck der Prüfungsmaterialien sowie die Organisation und Durchführung der Prüfungen übernimmt.
Weiterführende Hintergrundinformationen zum Französisch-Unterricht in saarländischen Grundschulen
Seit dem Schuljahr 2000/2001 wird an 41 saarländischen Grundschulen Französisch-Unterricht ab der Klassenstufe 1 angeboten. An allen anderen Grundschulen wird Französisch ab der Klassenstufe 3 unterrichtet. Laut Plänen des saarländischen Bildungsministeriums sollen perspektivisch möglichst alle Grundschülerinnen und Grundschüler Französisch ab der Klassenstufe 1 lernen.
Vier saarländische Grundschulen sind bilingual. Hier werden mindestens 40 Prozent des Unterrichts auf Französisch gehalten.
Zum Schuljahr 2011/2012 gilt an saarländischen Grundschulen das Fachlehrerprinzip. Das bedeutet, dass auch an Grundschulen Französisch durch entsprechend sprachlich und fachlich qualifizierte Lehrkräfte unterrichtet wird.
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