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Pressemeldung
GEW Baden-Württemberg
GEW Baden-Württemberg

Land soll in die U3-Finanzierung einsteigen

GEW: Streit zwischen Land und Kommunen schadet den Kindern

Mehr zu: Baden-Württemberg, Bildungsausgaben, Kindergarten / Vorschule
Stuttgart, 10.10.2011 -

Die Bildungsgewerkschaft GEW erwartet, dass Land und Kommunen in den nächsten Jahren deutlich mehr in KiTas und Schulen investieren. "Es gibt keine bessere Kapitalanlage als die in Bildung. Der Ausbau der Krippen, die Umsetzung des Orientierungsplans und die Investitionen in Grundschulen nützen nicht nur den Kindern und Eltern, sondern sind dringend erforderlich, um auch in Zukunft ausreichend Fachkräfte für die Unternehmen zu haben und Standorte zu sichern", sagte am Montag (10.10.) in Stuttgart Doro Moritz, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

Die Bildungsgewerkschaft setzt sich für die Anerkennung des so genannten Konnexitätsprinzips und damit eine Finanzierungsbeteiligung des Landes für den Ausbau der Plätze für 0-3jährige Kinder ein. "Aber nicht nur Ministerpräsident Winfried Kretschmann sollte klar sein, dass die Bildung seiner 274.527 Landeskinder unter 3 Jahren mehr Investitionen erfordert. Auch jeder Bürgermeister und jede Gemeinderätin sollte sich bewusst machen, dass nicht nur Betreuungsplätze benötigt werden, sondern Kinder und Eltern einen Anspruch auf gute Förderung durch professionell qualifizierte und besser bezahlte Erzieher/innen haben. Gute Bildung ist teuer. Schlechte Bildung ist so teuer, dass unsere Gesellschaft sie sich nicht leisten kann", sagte Moritz.

Die GEW macht sich für eine Bildungsoffensive für KiTas und Grundschulen stark. In den Grundschulen soll es unter anderem einen Anspruch auf Stütz- und Förderunterricht und mehr Zeit für die Kooperation mit KiTas, weiterführenden Schulen, Eltern und Einrichtungen der Jugendhilfe geben.

Die GEW kritisierte Finanzminister Nils Schmid für seine Pläne, den Rückgang der Schülerzahlen für die Einsparung von Lehrerstellen zu nutzen. "Wenn die Landesregierung ihren Koalitionsvertrag ernst nimmt, kann und darf der Rückgang der Schülerzahlen nicht zur Streichung von Lehrerstellen führen. Von der CDU/FDP-Regierung hätten wir eventuell solche Einspar-Ideen befürchtet. Die Enttäuschung darüber, dass ein SPD-geführtes Finanzministerium so vorgeht, ist bei der Bildungsgewerkschaft groß. Wenn diese Politik so weiter geht, kann sich Nils Schmid auch dem Misstrauensvotum der Schüler/innen, Eltern und Pädagog/innen in Baden-Württemberg sicher sein", sagte Moritz.

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